Pflaumen-Clafoutis – blaues Wunder, süß und gesund

Ein blaues Wunder erleben – das geht auch schmackhaft: Heute flirten die schönen Blauen mit einem Klassiker der französischen Küche. Die Süßspeise Pflaumen-Clafoutis, eine Mischung aus Auflauf und Kuchen, bringt den schnellen Energielieferanten mit dem hohen Fruchtzuckeranteil gut zur Geltung. Süß und gesund – das geht bei unserem heutigen Rezept gut zusammen.
Rezept
Zutaten für zwei Personen

• Butter für die Form
• 250 g Pflaumen
• 2 Eier
• 150 g türkischer Joghurt (10% Fettgehalt)
• 100 g Puderzucker
• 50 g Weizenmehl
• 50 g gemahlene Haselnüsse
• 1 Prise Meersalz
• 1 Handvoll Haselnüsse
Zubereitung (20 Minuten und 25 – 30 Minuten Backzeit)
• Backofen auf 180 °C vorheizen und eine ofenfeste Form (etwa 24 cm Durchmesser) einfetten.
• Pflaumen waschen, trocken tupfen und entsteinen.
• Eier trennen und das Eiweiß steif schlagen. Eigelbe mit Joghurt und Puderzucker zu einer Creme verrühren. Mehl, gemahlene Haselnüsse und Salz dazugeben und zu einem Teig verrühren. Zum Schluss das Eiweiß unterheben.
• Teig in die Form geben und die Pflaumen darauf verteilen. Im Ofen auf mittlerer Schiene etwa 30 Minuten backen. Währenddessen die Haselnüsse grob hacken und 15 Minuten vor Ende der Backzeit über die Clafoutis streuen.
• Clafoutis aus dem Ofen nehmen, etwas auskühlen lassen und lauwarm genießen.
Tipp: Pflaumen oder Zwetschgen sind nicht nur als süße Versuchung schmackhaft – sie schmecken auch sehr gut zu Fleischgerichten, in Salaten oder zu Ziegenkäse. Einfach mal probieren!

Power
Pflaumen sind reich an Mineralstoffen und Spurenelementen wie Kalium, Kalzium, Eisen, Magnesium und Zink: Auch das Provitamin A und die Vitamine C, E und aus dem B-Komplex finden sich zwar nicht in Spitzenwerten in der beliebten Herbstfrucht. Pflaumen bilden aber durch ihre breite Palette an gesunden Inhaltsstoffen ein gutes Gesamtpaket: Hinzu kommen die wasserlöslichen Pflanzenstoffe Pektin und Zellulose, sorgen für die verdauungsfördernde Wirkung des Steinobstes.

Einkauf
Beim Einkauf sollte man darauf achten, dass die Pflaumen und Zwetschgen nicht zu fest sind. Denn sie gehören zu den klimakterischen Früchten und reifen nicht nach. Eine perfekt gereifte Frucht erkennt man daran, dass die Haut der Frucht prall ist und unter leichtem Fingerdruck etwas nachgibt. Zwetschgen sind zudem von einer weißlichen Schicht, dem Duftfilm, überzogen. Je mehr „Duft“ vorhanden ist, desto sorgfältiger wurde die Frucht bei Ernte und Transport behandelt. Die weißliche Schicht ist also ein Qualitätsmerkmal und sollte – wenn überhaupt – erst unmittelbar vor dem Essen abgewaschen werden sollte, denn sie schützt das blaue Früchtchen vor dem Austrocknen. Übrigens: Pflaumen schmecken etwa zwei Wochen nach ihrer Blaufärbung am besten. Zwetschgen haben ihre volle Reife und Süße entfaltet, wenn sie vom Stil her etwas schrumpfen.

Lagerung
Frisch sind sie am besten. Aber je nach Sorte halten sich Zwetschgen und Pflaumen zwei bis drei Tage, maximal eine Woche im Kühlschrank. Die Früchte sollten immer in einem Plastikbeutel oder einem feuchten Tuch aufbewahrt werden, da sie sonst im trockenen Kühlschrank-Klima viel Wasser verlieren. Entkernte Früchte lassen sich auch sehr gut einfrieren. Dann sind die Delikatessen bis zu einem Jahr haltbar. Alternativ lassen sich Pflaumen und Zwetschgen durch Erhitzen auch ganz einfach konservieren. Zum Beispiel als Kompott. Dazu das Obst entsteinen, vierteln und mit Wasser und Zucker aufkochen. Die Masse anschließend in sterilisierte Gläser füllen.

Zubereitung
Zwetschgen sind durch ihr etwas festeres Fruchtfleisch hervorragend zum Backen geeignet, denn sie verlieren auch bei hohen Temperaturen nicht ihre Form, während Pflaumen wegen des größeren Wasseranteils und ihres weichen Fruchtfleisches schneller „zerfließen“. Durch ihren leicht säuerlichen Geschmack sind Zwetschgen auf dem Kuchen die perfekte Ergänzung zum süßen Kuchenteig. Pflaumen lassen sich hervorragend zu Kompott verarbeiten oder in anderen Süßspeisen wie Crumble, Kaiserschmarrn oder Pflaumenknödel verarbeiten. Für welche Frucht der beiden man sich am Ende entscheidet hängt auch immer vom eigenen Geschmack ab. Und wer glaubt, dass die Pflaume oder Zwetschge nur süß sein kann, der irrt. Die Früchte schmecken exzellent zu Fleischgerichten, in Salaten oder zu Ziegenkäse.

Bildquelle ©BVEO/Ariane Bille

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