Wie wir unsere innere Balance zurückgewinnen

Wenn der Alltag steht

Kennen Sie das auch? Der Wecker klingelt, und noch bevor der erste Schluck Kaffee getrun- ken ist, rattert im Kopf bereits die To-do-Liste für den Tag. Das Meeting am Vormittag, die Einkäufe nach Feierabend und zwischen- durch das Smartphone, das ununterbrochene Aufmerksamkeit fordert. Unser Leben ist oft wunderbar aufregend, doch manchmal wird aus dem gesunden Trubel eine emotionale Belastung, die uns die Puste raubt.

 

Emotionale Balance in einer dynamischen Welt

Wahre Stärke bedeutet heute nicht mehr, alles perfekt „wegzulächeln“, sondern zu erkennen, dass unsere Bedürfnisse sich ständig ändern. Emotionale Balance ist nichts Statisches; sie ist dynamisch und hängt stark von unserer jeweiligen Lebenssituation ab. Ob es die Reizüberflutung im Großraumbüro ist oder der Druck, im Familienalltag allen gerecht zu werden, wir brauchen Lösungen, die so flexibel sind wie unser Leben selbst.  Genau hier setzt das Bach RESCURA® Sortiment an. Es wurde als modernes, unterstützendes System konzipiert, um den Anforderungen unserer heutigen Zeit gerecht zu werden. Es ist eine zeitgemäße Antwort auf die Frage, wie wir kleine Routinen in unseren Alltag einbauen können, um das Gleichgewicht wiederzufinden.

 

Begleiter für den Tag: Souveränität bei Druck

Wenn die Agenda überquillt oder herausfordernde soziale Situationen uns fordern, verlieren wir oft den Kontakt zu unserer inneren Ruhe. In solchen Momenten der Überforderung kann eine kleine Unterstützung dazu beitragen, wieder gelassener zu werden und den inneren Druck nicht überhandnehmen zu lassen. Ob im Job oder bei der Anspannung, die viele von uns vor einer Reise oder in der Luft spüren – es geht darum, in unvorhersehbaren Momenten einen Anker zu haben. Die klassischen Tropfen oder das praktische Spray sind dabei subtile Begleiter, die uns unterstützen, auch in belastenden Momenten ruhig zu bleiben.

 

Die Nacht nutzen: Den Kopf auf Pause schalten

Ein fordernder Tag endet leider nicht immer mit dem Ausschalten des Lichts. Oft ist der Körper erschöpft, aber der Geist kommt nicht zur Ruhe. Nagende Sorgen oder kreisende Gedanken über das, was morgen ansteht, rauben uns die wertvolle Erholung. Hier ist es wichtig, den Übergang in die Nacht bewusst zu gestalten. Die RESCURA® NIGHT-Produkte sind darauf ausgerichtet, genau dieses Abschalten zu unterstützen. Sie ermöglichen es, das Gedankenkarussell sanft zu beruhigen, damit wir nach einem vollen Tag emotional ins Gleichgewicht finden und die Nachtruhe einkehren kann.

 

Große Gefühle für kleine Abenteurer

Auch für Kinder ist die Welt heute oft laut und schnell. Neue Routinen wie der Schulstart oder ein Nachmittag voller neuer Eindrücke können kleine Entdecker emotional fordern. Wenn Tränen oder Gefühlschaos den Alltag bestimmen, ist eine liebevolle, sanfte Unterstützung wertvoll. Das RESCURA® Sortiment bietet hier spezielle Lösungen für Kids, die ihnen helfen, nach aufregenden Erlebnissen ihre innere Balance wiederzufinden und den Tag ruhiger ausklingen zu lassen.

 

Wieder ganz bei sich: Ein Fazit

Am Ende steht das Ziel, die eigene Lebensqualität im oft hektischen Alltag zu bewahren. Das Bach RESCURA® Sortiment versteht sich hierbei als Einladung, achtsamer mit sich selbst umzugehen. Hinter der bewährten Rezeptur steht die über 95-jährige Tradition von Edward Bach, der bereits in den 1930er Jahren davon überzeugt war, dass emotionale Harmonie der Schlüssel zu einem gesunden Lebensstil ist. Er entwickelte ein System aus 38 Bach®-Blüten-Essenzen, die bis heute vom traditionsreichen Unternehmen Nelsons in ihrer ursprünglichen Form hergestellt werden. Die RESCURA® Mischung ist dabei die bekannteste Essenz des Originalsystems. Sie kombiniert fünf sorgfältig ausgewählte Blüten, darunter Star of Bethlehem und Rock Rose, .um in herausfordernden Situationen dabei zu unterstützen, das emotionale Gleichgewicht wiederzufinden. In ausgewählten Varianten wird dieses System heute durch die Vitamine B5 und B12 ergänzt, um die geistige Leistung und die psychische Funktion zusätzlich zu unterstützen. So finden Sie Ihren persönlichen Weg zurück zur inneren Balance, für einen Alltag, der sich wieder wie Ihr eigener anfühlt.

 

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Urlaub?

Machen wir falsch

Im Durchschnitt urlauben die Deutschen 13 Tage am Stück. Was ja auch sehr angenehm ist – man hat seinen Urlaubsort kennengelernt und die Anreise war womöglich auch lang. Da möchte man schon möglichst zwei Wochen vor Ort genießen. Aber: „Der Erholungseffekt eines langen Urlaubs verpufft schon nach wenigen Tagen“, erklärt der Psychologe Prof. Dr. Nikolai Egold von der Hochschule Fresenius in Frankfurt. „Zwar lässt es sich im Urlaub gut abschalten, doch danach hadern die Menschen wieder mit dem gleichen Stresspegel wie vorher.“

 

Das Post-Holiday-Syndrom

Vom lässigen Nichtstun im Paradies zurück an den Arbeitsplatz, an dem ein Haufen liegengebliebener Aufgaben einen begrüßt – nach einer längeren Urlaubsidylle kann das zum sogenannten „Post-Holiday-Syndrom“ führen. Man ist genervt, frustriert, deprimiert und verspürt sogar oft mehr Druck als vor der Reise. Das Schlimmste: Der nächste Urlaub liegt dann in ganz weiter Ferne… Der Vorteil von Kurzurlauben dagegen: Man kann sich öfter einen gönnen. Und verbringt man nur ein Wochenende woanders, müssen noch nicht mal freie Tage beim Chef eingereicht werden.

 

Die Entspannung in den Alltag tragen

„Ein Souvenir kann das Urlaubsgefühl ebenso wachhalten wie ein leckeres Rezept aus dem Urlaubsort“, sagt Egold. „Solche Hinweisreize sind mit positiven Erinnerungen verknüpft, sie versetzen uns in gute Laune.“ Auch ein Urlaubsfoto als Bildschirmhintergrund auf dem Handy kann im Alltag für kleine Erinnerungs- und damit Glücksmomente sorgen. Besonders eng mit unseren Erinnerungen verknüpft ist übrigens der Geruchssinn. Die entsprechenden Nervenbahnen liegen im Gehirn ganz nah beim Gedächtniszentrum, dem Hippocampus. Deshalb können Düfte wie Lavendel, Sonnencreme oder salzige Meeresluft besonders gut die Erinnerung an das Gefühl vom letzten Urlaub wecken.

 

 

Wegen der Vorfreude

Wissenschaftlich gesehen sind häufigere Kurzurlaube die bessere Wahl für Erholung und Gemüt. „Zur effektiven Senkung des Stresslevels empfehlen sich mehrere kurze Urlaube pro Jahr“, erklärt Professor Egold. „Dahinter steckt ein psychologisch wirksamer Mechanismus: die Antizipation. Schon vor der Reise steigert sich das Wohlbefinden, weil sich Menschen mit ihrem Urlaub beschäftigen. Dieses Planen macht glücklich“, sagt der Wissenschaftler. Und wie schön ist es, wenn man zurück im Alltag schon weiß: In ein paar Wochen geht es wieder los!

 

Den Übergang sanft gestalten

Ein Urlaub wirkt oft besonders intensiv, weil er einen starken Kontrast zum Alltag bildet. Doch genau dieser abrupte Wechsel kann dazu führen, dass die Erholung schnell wieder verpufft. Umso wichtiger sind sanfte Übergänge: Wer schon vor der Abreise etwas Tempo aus dem Alltag nimmt, startet mit weniger Stress in die Auszeit. Was manchen wie ein verschwendeter Urlaubstag zu Hause vorkommt, kann die Qualität der eigentlichen Auszeit deutlich steigern. Einfach weil man mehr Zeit hat, sich auf die Reise zu freuen und letzte Dinge noch in Ruhe erledigen kann. Vielleicht gönnen Sie sich am Abend vor der Abfahrt schon mal eine Wellnesszeit mit Badewanne, Gesichtsmaske und Maniküre? Oder kochen ein typisches Gericht aus der Urlaubsregion und genießen es mit passender Musik? Auch eine Reisereportage im Fernsehen oder das Stöbern in einem Reiseführer können die Vorfreude ordentlich ankurbeln.

 

Das Leisure-Sickness-Syndrom

Viele Menschen werden übrigens ausgerechnet im Urlaub krank, weil der Körper vorher lange unter Anspannung stand. Während stressiger Phasen schüttet der Organismus vermehrt Stresshormone wie Adrenalin und Cortisol aus – sie halten uns leistungsfähig, wirken aber gleichzeitig auf das Immunsystem. Sobald im Urlaub die Anspannung nachlässt, fährt der Körper herunter – und Infekte, die zuvor „unterdrückt“ wurden, können sich bemerkbar machen. Dieses Phänomen wird auch als „Leisure Sickness“ bezeichnet. Ein bewusstes Herunterfahren schon vor der Reise kann helfen, dies zu verhindern und sich im Urlaub rundum wohlzufühlen. Was auch wiederum für Kurzurlaube spricht: Ist man nicht ganz so lange vom Arbeitsplatz weg, muss auch nicht so viel vorbereitet werden. Die Anspannung und der erhöhte Stress vor den freien Tagen sind deutlich geringer.

 

Neues auszuprobieren weckt den Geist

Gerade im Urlaub bietet sich die Gelegenheit, Aktivitäten auszuprobieren, für die im Alltag oft keine Zeit oder Gelegenheit ist. Viele Hotels bieten Sportarten wie Yoga, Bogenschießen, Kanufahren oder Stand-up-Paddling an. Wenig Aufwand braucht eine Wanderung, eine Radtour oder eine morgendliche Runde Schwimmen. Wer draußen aktiv ist, erlebt die Umgebung intensiver, und die Natur hat nachweislich eine beruhigende Wirkung auf Körper und Seele. Schon der Blick ins Grün, frische Luft und das Gefühl, sich frei zu bewegen, können die Stimmung heben und das Wohlbefinden steigern. So wird Bewegung im Urlaub ganz nebenbei zu einem echten Glücksverstärker – und dafür reicht schon ein Wochenende in neuer Umgebung.

 

Gut für sich sorgen

Im Urlaub darf man sich natürlich auch einmal etwas gönnen – ein besonderes Dessert oder ein zweites Glas Wein am Abend gehören für viele einfach dazu. Doch wer am Buffet oder an der Bar regelmäßig zu viel nachlegt, fühlt sich schnell körperlich unwohl. Sehr reichhaltiges Essen und viel Alkohol können den Schlaf stören und Verdauungsbeschwerden oder Kopfschmerzen begünstigen – darauf kann man in den Ferien gut verzichten. Besser ist es, bewusst zu genießen und auf die eigenen Signale zu achten. Sollte eine ungewohnte Speise doch einmal auf den Magen schlagen, helfen bewährte Mittel aus der Reiseapotheke. Welche Präparate sinnvoll sind, erklärt Ihnen Ihre Apotheke gern.

 

Die gute Stimmung in den Alltag retten

„Sich großartig zu fühlen ist Übungssache!“ Denn unsere Stimmung hängt auch von der eigenen Haltung ab. Viele Menschen fallen nach dem Urlaub erst einmal in ein kleines Stimmungstief: Die Arbeit wartet, der Haushalt auch – und plötzlich sind die Sorgen des Alltags wieder da. Erkennen Sie diese Miesepeter-Falle rechtzeitig und entscheiden Sie sich bewusst für gute Stimmung. Planen Sie auch für den Tag nach der Rückkehr etwas ein, worauf Sie sich freuen können. So bleibt ein Stück Feriengefühl erhalten – auch wenn der Alltag längst wieder begonnen hat.

 

Bewegung tut immer gut

Auch wenn das entspannte Faulenzen herrlich ist – ganz ohne Bewegung fühlt sich der Körper auch im Urlaub oft weniger wohl. Schon kleine Aktivitäten können viel bewirken: ein Spaziergang am Strand, eine Runde durch den Ort oder ein kurzer Ausflug ins Grüne. Bewegung bringt den Kreislauf in Schwung, unterstützt die Verdauung und hilft vielen Menschen, abends besser einzuschlafen. Gleichzeitig wirkt sie ausgleichend auf den Geist und schafft Raum, um all die fremden Eindrücke bewusster wahrzunehmen.

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Unbeschwert durch warme Tage

Vaginalflora

Je wärmer es wird, desto mehr verlagert sich das Leben nach draußen. Gleichzeitig können Wärme, Schweiß, Chlorwasser oder enge Kleidung das empfindliche Gleichgewicht der Vaginalflora beeinträchtigen – und damit Beschwerden begünstigen. Abhilfe schaffen gute Vorsorge und Probiotika.

 

Höhere Temperaturen laden dazu ein, mehr Zeit im Freien zu verbringen, luftigere Kleidung zu tragen und sich im Schwimmbad abzukühlen. Doch viele Frauen kennen auch die Kehrseite: Es treten häufiger Beschwerden im Intimbereich auf – etwa bakterielle Vaginosen, wiederkehrende Harnwegsinfekte oder Pilzinfektionen. Typische Begleiter sind Jucken, Brennen und unangenehmer Ausfluss. Gründe dafür gibt es viele: Hitze fördert bakterielles Wachstum, nasse Badesachen können den Beckenbereich auskühlen und stärkeres Schwitzen in Kombination mit enger Kleidung schafft ein feucht-warmes Milieu, in dem sich Pilze und unerwünschte Keime leichter vermehren. In Freibädern können Keime übertragen werden und Chlor kann die „guten“ Bakterien des Vaginalmikrobioms reduzieren. Ein weiterer Aspekt sind hormonelle Veränderungen, ausgelöst z. B. durch Verhütungsmittel wie die „Pille“, während der Schwangerschaft oder in den Wechseljahren. All diese Faktoren beeinträchtigen die Vaginalflora. Kommt es zu Infekten, leiden auch Wohlbefinden, Selbstvertrauen und nicht selten das Liebesleben – und die warme Jahreszeit fühlt sich eher nach Durchhalten als nach Genießen an.

 

Vaginalflora: Warum das Gleichgewicht zählt

Die Vaginalflora ist ein natürlicher Schutzschild. Milliarden nützlicher Milchsäurebakterien sorgen für ein saures Milieu. In dieser Umgebung können sich krankmachende Bakterien und Pilze schlecht vermehren. Gerät die Vaginalflora aus der Balance, verändert sich der pH-Wert, wodurch für schädliche Keime günstigere Bedingungen entstehen. Die Standardtherapie umfasst zudem oft Antibiotika, die in bestimmten Fällen unverzichtbar sind – sie reduzieren aber wiederum nützliche Bakterien, weshalb Beschwerden mitunter rasch zurückkommen.

 

Intimgesundheit effektiv unterstützen

Intime Balance heißt nicht nur Schutz vor neuen, sondern auch vor wiederkehrenden Infekten. Studien zeigen, dass etwa probiotische Bakterien, die begleitend zu einer Antibiotikatherapie eingesetzt werden, die Wahrscheinlichkeit verringern können, dass eine bakterielle Vaginose erneut auftritt. Sie können auch allgemein die Zusammensetzung der Scheidenflora stärken und präventiv wirken: Der natürliche Schutz wird verbessert, sodass potenzielle Erreger idealerweise verdrängt werden, bevor Beschwerden entstehen. Um einer vaginalen Dysbalance vorzubeugen, empfehlen sich auch alltagstaugliche Maßnahmen: Stärkung des Immunsystems durch ausreichende Bewegung und Schlaf sowie eine ausgewogene Ernährung, angemessene Intimhygiene, atmungsaktive Kleidung, ausreichende Flüssigkeitszufuhr und Stressreduktion. So bleibt die Vaginalflora „fit“ und die warme Jahreszeit lässt sich unbeschwerter genießen.

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Was ist eigentlich eine Spinalkanalstenose?

Wie diese schmerzhafte Erkrankung entsteht und weshalb eine frühzeitige Therapie so wichtig ist.

 

„Die Spinalkanalstenose ist eine Wirbelkanal-Verengung“, erklärt Privatdozent Dr. David Kubosch, leitender Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie an der Gelenk-Klinik Gundelfingen. „Dabei wird das Nervengewebe komprimiert und es kann zu erheblichen Schmerzen im unteren Rücken kommen.“ Oft strahlen diese bis in die Beine aus und erschweren das Gehen erheblich. Taubheitsgefühle sind weitere mögliche Beschwerden. „Die Symptome variieren von Patienten zu Patienten und richten sich in erster Linie nach dem betroffenen Körperteil – meist sind dies Segmente der Halswirbelsäule oder der stark belasteten Lendenwirbelsäule“, weiß der leitende Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie aus seiner langjährigen Praxis.

 

Wie entsteht eine Spinalkanalstenose?

Bei den meisten Patienten ist die Kombination verschiedener Faktoren ursächlich. Dabei spielt das Alter eine wesentliche Rolle. So kommt es mit zunehmenden Jahren an der Wirbelsäule zu degenerativen Veränderungen, die den Wirbelkanal oftmals erheblich einengen. Häufige Entstehungsursache sind auch degenerierte und dadurch instabile Bandscheiben. Aber auch Gleitwirbel, also vielfach durch Verschleiß verschobene Wirbelkörper, können dazu führen, dass der Wirbelkanal eingeengt wird. Doch längst nicht jeder radiologisch erkennbare Befund erfordert eine Behandlung. „In manchen Fällen lassen sich gerade bei älteren Patienten im Röntgenbild Verengungen des Spinalkanals erkennen, die klinisch ohne jede Bedeutung sind“, stellt der Facharzt klar. „Therapiert werden muss nur, wenn diese Probleme bereiten.“

 

Wie wird behandelt?

Experten raten bei der Diagnose Spinalkanalstenose dringend zur frühen Behandlung – nicht nur um die oft erheblichen Beschwerden zu lindern, sondern auch um ernsthafte Folgeschäden auszuschließen. So kann es im Halswirbelbereich schon bei einem leichten Unfall – zum Beispiel einem Sturz – zu einer starken Schädigung des dort verlaufenden Rückenmarks kommen. Mögliche Folge: eine Querschnittslähmung. „Ist der Lendenwirbel betroffen, so löst der stetige Druck des verengten Wirbelkanals auf Rückenmark, Spinalwurzeln bzw. Spinalnerven nicht nur lokale LWS-Schmerzen aus. Vielmehr schadet er auch den Nerven, die das Bein versorgen“, warnt Dr. Kubosch vor weiteren möglichen Komplikationen. Dabei können sowohl motorische als auch sensible Nervenfasern durch den fortwährenden Druck geschädigt werden.

 

Spezielle Massagetechniken, Ultraschall und Wärme (ob Infrarotbestrahlung, heißes Bad oder Wärmepflaster) können helfen, den unteren Rücken zu entspannen.  Physiotherapie und Rückentraining kräftigen zudem die Rückenmuskulatur. Gegen akute Schmerzen helfen entzündungshemmende Schmerzmittel. Und wie kann ich als Patient selbst die Beschwerden lindern und auch vorsorgen? „In erster Linie durch Gewichtsreduktion (falls erforderlich) sowie viel Bewegung“, rät der Mediziner. Denn „langes Sitzen und Liegen schwächt Muskulatur und Knochen und verschlimmert die Problematik häufig.“ Darüber hinaus helfen Rückentraining und Nikotinverzicht, die Beschwerden zu lindern und einer Erkrankung vorzubeugen.

 

Wann muss operiert werden?

Um dauerhafte Schäden zu vermeiden, gilt: Wenn nach mehr als zwölf Wochen die konservative Therapie keinerlei Schmerzlinderung bringt, sollte eine operative Behandlung in Erwägung gezogen werden. Ziel ist die Weitung der verengten Stelle im Spinalkanal. Kommt es trotz Therapie zu extremen Schmerzen, oder zu schweren Lähmungserscheinungen, Bewegungseinschränkungen, Gefühlsstörungen oder anderen gravierenden Beschwerden, so können diese zeitnah einen operativen Eingriff erfordern.

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Was hilft bei Mückenstichen und Zeckenbissen

Praxistipps aus Ihrer Apotheke

Mückenstiche und Zeckenbisse gehören für viele einfach zum Sommer dazu – ob beim Grillabend im Garten, beim Spaziergang im Wald oder im Urlaub am See. Während ein Mückenstich meist „nur“ juckt, können Zecken im schlimmsten Fall Krankheitserreger übertragen. Umso wichtiger ist es, richtig zu reagieren – und vorzubeugen.

 

Wenn es juckt und schwillt

Ein Mückenstich entsteht, weil unser Körper auf den Speichel der Mücke reagiert. Die Folge: Juckreiz, Rötung und eine kleine Schwellung. Was jetzt hilft? Am besten erst einmal kühlen – das lindert die Beschwerden spürbar. Auch antiallergische Gele aus der Apotheke können den Juckreiz bremsen. So schwer es fällt: Kratzen sollte man möglichst vermeiden, da sich die Haut sonst entzünden kann.

 

Zecke entdeckt – was nun?

Zecken sind mehr als nur lästig. Deshalb gilt: Wird eine Zecke entdeckt, sollte sie möglichst schnell entfernt werden. Am besten funktioniert das mit einer Zeckenkarte oder -zange. Wichtig ist, die Zecke nah an der Haut zu greifen und vorsichtig herauszuziehen. Danach die Stelle desinfizieren und im Blick behalten. Entwickelt sich in den folgenden Tagen eine auffällige Rötung oder treten grippeähnliche Beschwerden auf, sollte das ärztlich abgeklärt werden.

 

Vorbeugen lohnt sich

Wer sich schützt, hat meist weniger Probleme. Beim Aufenthalt im Grünen helfen lange Kleidung und geschlossene Schuhe, Zecken fernzuhalten. Zusätzlich bieten Repellents mit bewährten Wirkstoffen wie Icaridin oder DEET einen zuverlässigen Schutz vor Mücken und Zecken. Nach dem Aufenthalt im Freien lohnt sich ein kurzer „Check“: Besonders warme Körperstellen wie Kniekehlen, Achseln oder der Haaransatz sind beliebte Plätze für Zecken. Auch rund ums Haus kann man vorbeugen: Stehendes Wasser vermeiden – hier vermehren sich Mücken besonders gern. Fliegengitter sorgen zusätzlich für entspannte Sommerabende. Mit ein paar einfachen Maßnahmen lässt sich der Sommer also unbeschwerter genießen – und kleine Plagegeister verlieren schnell ihren Schrecken. Ihre Apotheke vor Ort berät Sie dabei gerne.

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Sport bei Hitze

Was jetzt wichtig ist

 

Die Sonne steht hoch, der Himmel ist wolkenlos, die Luft flirrt über Asphalt und Wiesen. Die langen, hellen Tage machen richtig Lust auf Bewegung – joggen, eine Radtour oder Gymnastik im Park. Doch während viel Sonne unserer Stimmung guttut, können hohe Temperaturen den Körper herausfordern.

 

Besser keine Höchstleistung in brennender Sonne

Bei Hitze kann sich die Herzfrequenz um bis zu 20 Schläge pro Minute erhöhen. Gleichzeitig sinkt die Leistungsfähigkeit, denn: Der Körper priorisiert Kühlung statt Tempo. Sportmediziner empfehlen daher, den gewohnten Trainingspuls an warmen Tagen um etwa zehn Prozent zu reduzieren und das Tempo entsprechend anzupassen. Achten Sie auch auf Warnsignale wie anhaltenden Schwindel, Kopfschmerzen, Übelkeit, ungewöhnliche Erschöpfung oder Gänsehaut (trotz Hitze). Das können Hinweise auf eine Überlastung sein. Dann das Training sofort beenden und für Abkühlung im Schatten oder kaltem Wasser sorgen.

 

Frühaufsteher und Nachteulen haben’s jetzt leichter

In der Mittagshitze steigt die Belastung für Herz und Kreislauf stark an. Zwischen 11 und 17 Uhr erreicht die Sonneneinstrahlung meist ihren Höhepunkt – das Training sollte vermindert oder vermieden werden. Besser geeignet sind die frühen Morgenstunden oder der späte Abend. Dann ist die Luft kühler, die Ozonbelastung oft geringer und die Temperaturen verändern sich während des Trainings weniger stark. Dabei kommt es auch auf die Art des Trainings an: Kurze, intensivere Einheiten lassen sich gut in den Morgen legen. Längere Ausdauerbelastungen sind am Abend häufig verträglicher, weil die Temperaturen im Verlauf sinken und nicht weiter steigen.

 

Möglichst im Grünen trainieren

Asphalt, Beton und Gebäude speichern Wärme – in Städten staut sich dadurch die Hitze. Besser geeignet sind schattige Waldwege oder Strecken entlang von Gewässern, wo Verdunstungskälte und eine leichte Brise für Kühlung sorgen. Wer an einem See oder Fluss unterwegs ist, kann zwischendurch Wasser über Unterarme oder Nacken laufen lassen.

 

Kleiden Sie sich kühl

Lockere, atmungsaktive Kleidung ist besser als viel nackte Haut, weil moderne Funktionsfasern die Feuchtigkeit nach außen transportieren und so die Verdunstung von Schweiß unterstützen. Helle Farben reflektieren Sonnenstrahlen stärker als dunkle Materialien. Hut oder Cap schützen vor direkter Sonneneinstrahlung und reduzieren das Risiko eines Sonnenstichs. Modelle mit Schirm oder breiter Krempe bewahren Gesicht und Nacken zusätzlich vor intensiver UV-Belastung.

 

Sonnenschutz nicht vergessen

Beim Sport öffnen sich durch das Schwitzen die Poren der Haut, gleichzeitig verliert der Körper vermehrt Flüssigkeit. Eine geeignete Sonnencreme oder ein Gel sollte gut verträglich sein und nicht stark fetten. Empfehlenswert sind wasserfeste, schweißresistente Produkte mit hohem UVA- und UVB-Schutz. Lassen Sie sich dazu in Ihrer Guten-Tag-Apotheke beraten. Wichtig bleibt: Sonnenschutz etwa 20 bis 30 Minuten vor dem Training auftragen und bei längerer Belastung regelmäßig erneuern.

 

Ausreichend trinken

Sowohl Hitze als auch Bewegung führen zu einem erhöhten Flüssigkeitsverlust, und Wassermangel wirkt sich auf Konzentration, Koordination und Leistungsfähigkeit aus. Trinken ist ein absolutes Muss! Übrigens ist es sinnvoller, regelmäßig kleinere Mengen zu trinken – idealerweise bereits vor dem Durstgefühl.

 

Braucht man eigentlich zusätzlich Elektrolyte?

Mit dem Schweiß verliert der Körper nicht nur Wasser, sondern auch Mineralstoffe – vor allem Natrium, aber auch Kalium, Magnesium und Chlorid. Diese sogenannten Elektrolyte spielen eine wichtige Rolle für Muskelkontraktion, Nervenleitung und Flüssigkeitsverteilung im Körper. Bei moderater Bewegung bis zu etwa einer Stunde reicht Wasser in der Regel aus. Anders sieht es bei längeren oder sehr intensiven Belastungen aus – insbesondere bei hohen Temperaturen oder starkem Schwitzen. Wer salzige Rückstände auf der Haut bemerkt, häufig unter Muskelkrämpfen leidet oder mehrere Stunden sportlich aktiv ist, kann von elektrolythaltigen Getränken profitieren. Viele Sportgetränke enthalten allerdings viel Zucker. Besser ist eine selbst gemischte Schorle mit natriumreichem Mineralwasser oder – bei längerer Ausdauerbelastung – eine gezielt dosierte Elektrolytlösung aus der Apotheke. Die meisten Freizeitsportler brauchen jedoch keine hoch konzentrierten Präparate.

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Desinfektion

So schützen Sie Ihre Familie

 

Ein Moment der Unachtsamkeit beim Gemüseschneiden, ein Sturz vom Fahrrad: Kleine Verletzungen gehören zum Alltag. Doch selbst Bagatellwunden bergen Risiken, wenn sie nicht sachgerecht versorgt werden. Die richtige Desinfektion schützt vor Entzündungen und ebnet den Weg zur raschen Heilung.

 

Jede offene Wunde, und sei sie noch so klein, ist eine Eintrittspforte für Krankheitserreger. Diese können sich in verletztem Gewebe ansiedeln und Entzündungen auslösen. Dann wird die verletzte Stelle rot, schwillt an, schmerzt stark und kann eitern. Mit einer schnellen Heilung ist in solchen Fällen meist nicht mehr zu rechnen. Vielmehr wird ein aufwendiges Wundmanagement nötig, damit sich die Infektion nicht weiter ausbreitet. Damit es erst gar nicht so weit kommt, sollte jede Wunde direkt nach der Verletzung desinfiziert werden. Sogenannte Antiseptika töten Krankheitserreger ab und sorgen dafür, dass sich diese nicht mehr vermehren und eine Entzündung verursachen können. Die moderne Wundversorgung setzt auf gut verträgliche, wissenschaftlich erprobte Wirkstoffe. Internationale Empfehlungen nennen fünf Hauptsubstanzen: Octenidin, Polihexanid, Povidon-Iod, Natriumhypochlorit und Nanosilber. Für den Hausgebrauch haben sich die ersten drei Substanzen etabliert. Sie werden in der Regel als Spray, Wundspüllösung, Salbe oder Gel eingesetzt.

 

Octenidin und Polihexanid

Diese Wirkstoffe greifen gezielt die Zellwände der Krankheitserreger an und zerstören sie, wobei Octenidin besonders schnell wirkt. Beide Wirkstoffe haben den großen Vorteil, dass sie nicht brennen und nicht färben. Bei der Anwendung von Octenidin auf der Haut wurden bislang keine Nebenwirkungen beobachtet, sodass der Wirkstoff auch für empfindliche Kinderhaut geeignet ist und damit perfekt in die Familienapotheke passt.

 

Povidon-Iod

Diese Substanz wirkt schnell gegen Bakterien, Pilze, Viren, Sporen und Protozoen, ohne dass Resistenzen bekannt sind. Der Wirkstoff bewährt sich bereits seit Jahrzehnten zur Vorbeugung sowie Behandlung von Wundinfektionen. Allerdings ist er stark färbend: Viele Menschen kennen die charakteristisch gelb-braune Farbe. Außerdem sollte Povidon-Iod nicht bei Neugeborenen, Kleinkindern, schwangeren Frauen oder während der Stillzeit angewendet werden. Schilddrüsenerkrankungen und Jod-Radiotherapie sind ebenfalls Kontraindikationen.

 

Wie war das nochmal mit Alkohol?

Alkoholische Desinfektionsmittel gehören nicht auf offene Wunden, denn sie brennen stark und können das Gewebe schädigen Sie eignen sich ausschließlich für intakte Haut – etwa zur Händedesinfektion oder zur Reinigung der Hautumgebung rund um eine Verletzung.

 

Natürliche Alternativen:

Wenig erforscht Neben den genannten chemischen Wirkstoffen gibt es auch natürliche Substanzen mit antiseptischen Eigenschaften. Teebaumöl, Lavendelöl oder Honig werden traditionell zur Wundbehandlung verwendet. Allerdings ist die wissenschaftliche Datenlage bei natürlichen Antiseptika dünn. Für die schnelle und zuverlässige Erstversorgung im Alltag – gerade bei Kindern – empfehlen Fachleute daher die etablierten chemischen Präparate. Das Team Ihrer Guten-Tag-Apotheke steht Ihnen bei Fragen zur Wundversorgung gerne zur Seite. Lassen Sie sich beraten, welches Antiseptikum am besten zu Ihren Bedürfnissen passt und welches Verbandsmaterial im Haus haben sollten– für eine gut ausgestattete Hausapotheke, die im Notfall schnell zur Hand ist.

 

Was ist der Unterschied zwischen Desinfektionsmittel und Antiseptikum?

Desinfektionsmittel und Antiseptika töten beide Krankheitserreger ab – sind aber für unterschiedliche Einsätze gedacht. Desinfektionsmittel reinigen unbelebte Flächen wie Böden, Arbeitsflächen oder Instrumente. Antiseptika dagegen sind für den direkten Kontakt mit dem menschlichen Körper konzipiert und daher hautverträglich und gewebeschonend.

 

So versorgen Sie Wunden korrekt

  1. Einmalhandschuhe anziehen Das schützt nicht nur Sie selbst, sondern verhindert auch, dass zusätzliche Keime in die Wunde gelangen.

 

  1. Gründlich reinigen Spülen Sie die Wunde gewissenhaft unter fließendem, sauberem Wasser ab und entfernen Sie vorsichtig Schmutz. Sollten Fremdkörper wie z.B. Glassplitter oder Rollsplitt in der Wunde stecken, empfiehlt das Deutsche Rote Kreuz, diese nur zu umpolstern und von medizinischem Fachpersonal entfernen zu lassen.

 

  1. Nicht pusten! So verbreitet der Reflex auch ist – pusten Sie niemals auf eine Wunde. Mit den Speicheltröpfchen gelangen Bakterien aus dem Mund direkt in die Verletzung.

 

  1. Großzügig desinfizieren Sprühen oder tupfen Sie das Antiseptikum so auf, dass die gesamte Wunde bedeckt ist. Spray-Präparate haben den Vorteil, dass Sie nicht mit der Wunde in Kontakt kommen müssen – das ist hygienischer.

 

  1. Sauber abdecken Lassen sie das Antiseptikum so lange einwirken, wie es in der Packungsbeilage steht und kleben Sie anschließend ein sauberes Pflaster auf die Wunde. Bei größeren Verletzungen kann eine sterile Kompresse aufgelegt und mit einem Fixierpflaster oder Verband befestigt werden. So bleibt die Wunde geschützt.

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Mit Hochdruck gegen Bluthochdruck

Bluthochdruck, in der Fachsprache auch Hypertonie genannt, ist längst zur Volkskrankheit geworden: Mehr als jeder vierte Erwachsene in Deutschland leidet darunter. Laut dem aktuellen Gesundheitsatlas des Wissenschaftlichen Instituts der AOK waren im Jahr 2023 über 29 Prozent der Bevölkerung ab 20 Jahren von Hypertonie betroffen. Diese Zahlen sind alarmierend, denn ein dauerhaft erhöhter Blutdruck ist keineswegs harmlos – er ebnet den Weg für schwerwiegende Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Herzinfarkt, Schlaganfall und Nierenschäden. Laut dem neuesten WHO-Bericht von September 2025 ist Bluthochdruck der Risikofaktor Nummer eins für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Diese sind die häufigste Todesursache in der Europäischen Union und hierzulande für rund 33 Prozent aller Todesfälle verantwortlich.

 

Woran merke ich, dass mein Blutdruck zu hoch ist?

Bluthochdruck verursacht in der Regel keine spürbaren Beschwerden und schleicht sich unbemerkt ins Leben. „Man sieht ihn nicht und spürt ihn nicht, dies ist das Tückische am hohen Blutdruck. Deswegen wird der Bluthochdruck auch ‚stiller Killer‘ genannt“, betont Prof. Dr. Heribert Schunkert vom Vorstand der Deutschen Herzstiftung und Ärztlicher Direktor des Deutschen Herzzentrums München. „So ist es besonders wichtig, die eigenen Blutdruckwerte zu kennen, denn nur so lässt sich ein bis dahin unerkannter Bluthochdruck aufdecken“, ergänzt der Kardiologe.

 

Wer sollte seinen Blutdruck messen lassen?

Der Blutdruck sollte frühzeitig und regelmäßig gemessen werden – idealerweise bereits ab dem Schuleintritt beim Kinderarzt. Denn auch wenn Hypertonie vor allem bei älteren Menschen auftritt, zeigen Daten der Hochdruckliga, dass die Erkrankung auch vor der jüngeren Generation nicht haltmacht. Etwa drei Prozent der Kinder in Deutschland sind bereits betroffen. Bei Erwachsenen erfolgt die Blutdruckmessung im Rahmen der Routineuntersuchung beim Hausarzt, aber auch in Ihrer Guten-Tag-Apotheke ist eine Messung möglich. Nutzen Sie gerne diese niedrigschwellige Möglichkeit, Ihren Blutdruck zwischendurch kontrollieren zu lassen. „Die Werte sollten in einem Blutdruck-Pass protokolliert werden, damit der Verlauf dokumentiert ist und beim nächsten Arztbesuch besprochen werden kann“, rät Schunkert. So behalten Betroffene und Ärzte den Überblick und können bei Auffälligkeiten frühzeitig reagieren.

 

Wie wird der Blutdruck gemessen?

Für eine sorgfältige Messung empfiehlt die Deutsche Hochdruckliga, dass diese frühestens nach fünf Minuten im entspannten Sitzen erfolgen sollte. Körperliche Belastung und vorheriger Konsum von Kaffee oder Schwarztee sind tabu. Der Unterarm sollte auf einer Unterlage gelagert werden, sodass die Blutdruckmanschette am Oberarm auf Herzhöhe liegt.

 

Welche Werte werden bei der Messung ermittelt?

Wenn das Blut durch den Körper fließt, übt es Druck auf die Wände der Arterien und Venen aus. Dieser Blutdruck wird maßgeblich von zwei Faktoren beeinflusst: von der Kraft, mit der das Herz das Blut durch das Gefäßsystem pumpt, sowie von der Elastizität und dem Durchmesser der Gefäße. Bei der Blutdruckmessung werden zwei Werte ermittelt: Der systolische Wert – die erste Zahl – gibt den Druck in den Gefäßen an, wenn sich der Herzmuskel maximal zusammenzieht und das Blut kraftvoll in den Körper pumpt. Der diastolische Wert – die zweite Zahl – zeigt den Druck während der Entspannungsphase des Herzens, wenn es sich mit Blut füllt. Laut AOK gilt der Blutdruck als normal, wenn der systolische Wert unter 130 mmHg und der diastolische Wert unter 85 mmHg liegt. 120 zu 80 wäre zum Beispiel ein normaler Blutdruckwert. Wichtig zu wissen: Blutdruckschwankungen im Laufe des Tages sind völlig normal und gesund. Deshalb geben erst mehrere Messungen verlässlich Auskunft darüber, ob tatsächlich Bluthochdruck vorliegt und wie schwer die Erkrankung ausgeprägt ist.

 

Was tun, wenn der Blutdruck zu hoch ist?

Hier ist der erste Ansprechpartner der Hausarzt. Denn wenn die Blutdruckwerte dauerhaft im erhöhten Bereich liegen, ist eine konsequente Behandlung unverzichtbar. Welche Therapie zum Einsatz kommt, hängt von der individuellen Situation ab – dabei spielen die Höhe des Blutdrucks, weitere Risikofaktoren und eventuell bereits eingetretene Organschäden eine Rolle. In der Regel setzt die Behandlung auf zwei Säulen: Zum einen auf Anpassungen des Lebensstils – dazu gehören eine gesunde Ernährung, gegebenenfalls Gewichtsreduktion, regelmäßige Bewegung sowie ein reduzierter Konsum von Salz und Alkohol. Zum anderen kann eine medikamentöse Therapie mit blutdrucksenkenden Mitteln notwendig werden.

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Was ist eigentlich ein Hörsturz?

Wenn man von einem Moment auf den anderen schlechter oder gar nicht mehr hört, kann ein sogenannter Hörsturz dahinterstecken. Lesen Sie, um was es sich dabei genau handelt und was dagegen hilft.

 

Ein lauter Knall, eine Virusinfektion oder bestimmte Medikamente – es gibt zahlreiche Gründe für eine plötzliche Verschlechterung des Hörvermögens. Lässt sich kein eindeutiger Auslöser identifizieren, so spricht man von einem Hörsturz. Als Hauptursache wird eine Durchblutungsstörung des Innenohrs vermutet. Darüber hinaus scheint anhaltender Stress ein Risikofaktor für einen Hörsturz zu sein. Obwohl prinzipiell Menschen aller Altersgruppen einen Hörsturz erleiden können, sind vor allem Erwachsene ab einem Alter von 40 Jahren betroffen. Die Häufigkeit ist unter Männern und Frauen in etwa gleich. Schätzungen der Deutschen Tinnitus-Liga gehen davon aus, dass hierzulande jedes Jahr mehr als 150.000 Personen einen Hörsturz erleiden.

 

Symptome

Bei einem Hörsturz kommt es innerhalb weniger Minuten oder Stunden zu einer meist einseitigen Minderung des Hörvermögens bis hin zu kompletter Taubheit. Begleitend können Ohrgeräusche (Tinnitus), Schwindel und/oder ein Druckgefühl („Watte im Ohr“) auftreten. In mehr als der Hälfte aller Fälle klingen die Beschwerden innerhalb weniger Stunden bzw. nach ein bis zwei Tagen von selbst wieder ab. Bei länger anhaltenden Beschwerden, einer starken Hörminderung, zusätzlichem Schwindel oder Vorerkrankungen an den Ohren sollte möglichst zeitnah ein Hals-Nasen-Ohren-Arzt aufgesucht werden. Dieser kann andere Gründe für die Hörminderung ausschließen und rechtzeitig die richtige Behandlung einleiten.

 

Behandlung

Mittel der Wahl sind in der Regel Medikamente aus der Gruppe der Glukokortikosteroide (z. B. Prednisolon, Dexamethason), die entzündungshemmend wirken. Diese können in Form von Tabletten eingenommen werden. In bestimmten Fällen empfiehlt der Arzt eine lokale Verabreichung der Wirkstoffe mittels Spritzen ins Mittelohr oder eine Infusion. Früher kamen bei einem Hörsturz durchblutungsfördernde Medikamente (Rheologika, Vasodilatatoren) zum Einsatz. Da sie sich in Studien jedoch nicht als wirksam erwiesen haben und teils starke Nebenwirkungen verursachen, werden diese Mittel heutzutage nicht mehr zur Behandlung eines Hörsturzes empfohlen. Weil die Ursachen bislang nicht ausreichend erforscht sind, können auch keine klaren Empfehlungen dazu gegeben werden, wie man die Heilung unterstützt bzw. wie man einem Hörsturz vorbeugt. Es gibt jedoch Hinweise darauf, dass stressreduzierende Maßnahmen wie Entspannungsübungen und ausreichend Schlaf sowie gegebenenfalls ein Rauchstopp hilfreich sein könnten.

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Die Hoffnung stirbt nie

„Drei Dinge helfen, die Mühseligkeiten des Lebens zu tragen: Die Hoffnung, der Schlaf und das Lachen“, soll der Philosoph Immanuel Kant gesagt haben. Über die Bedeutung des Schlafs und des Lachens für unsere Gesundheit, unser Wohlbefinden und unsere Leistungsfähigkeit haben wir in MEIN TAG bereits geschrieben. In dieser Ausgabe widmen wir uns der Hoffnung.

 

Rund sieben Millionen Menschen spielen in Deutschland jede Woche Lotto oder eine andere staatliche Lotterie. Etwa 21 Millionen machen zumindest gelegentlich mit. In Europa sind es über 200 Millionen Menschen, die jährlich an staatlich lizenzierten Lotterien teilnehmen. Und allein in den USA etwa nehmen jedes Jahr rund 181 Millionen Menschen – die Hälfte der erwachsenen Bevölkerung – an der Powerball-Lotterie teil. Der weltweite Lotteriemarkt ist gigantisch: Allein 2024 erreichte er ein Volumen von über 350 Milliarden Dollar! Bis 2030 soll das Volumen auf rund 484 Milliarden Dollar ansteigen. Warum ist Lotto so beliebt? Warum kaufen sich so viele Menschen regelmäßig ein Los, obwohl die Chancen auf einen Hauptgewinn minimal sind? Die Antwort ist einfach: Es ist die Hoffnung.  Die Hoffnung auf den Hauptgewinn. Die Chancen, die Millionen zu gewinnen, sind zwar winzig, aber die Hoffnung ist groß. Ist das unvernünftig? Nein! Unvernünftig wäre es nur, auf den Lottogewinn zu hoffen, obwohl man sich gar kein Los gekauft hat (kennen Sie noch den Claim: „Nur wer mitspielt, kann gewinnen“?). Und die Menschen werden in ihrer Hoffnung immer wieder bestätigt: Es gibt sie ja tatsächlich, die Menschen, die von einem Tag auf den anderen durch ihren Lottogewinn zu Millionären oder sogar Multimillionären werden. Warum sollte ich nicht der Nächste sein? Hoffnung begleitet uns das ganze Leben hindurch. Das Kleinkind hofft, dass das Christkind oder der Weihnachtsmann das richtige Geschenk unter den Weihnachtsbaum legt, der Teenager hofft auf eine Vier in der Mathearbeit, die Studentin auf einen guten Job nach dem Examen, der Krebspatient hofft, dass er die Behandlung gut übersteht und er bald wieder gesund wird. Wir alle hoffen, permanent, wir können gar nicht anders. Hoffnung ist der Docht, der die Kerze am Brennen hält. Ein Leben ohne Hoffnung, ist das überhaupt möglich? Selbst das Lebensende muss nicht ohne Hoffnung sein, etwa für gläubige Christen. Aber auch wenn ein Leben ohne Hoffnung schwierig oder gar unmöglich erscheint, ein Leben, dass allein auf Hoffnung basiert, kann auch nicht funktionieren. Hoffnung kann uns Kraft geben, etwas zu tun, damit wir unsere Ziele erreichen, sie kann uns motivieren, Entscheidungen zu treffen, die sich – hoffentlich! – als richtig erweisen. So sieht der Philosoph Ernst Bloch in seinem berühmten Hauptwerk „Das Prinzip Hoffnung“ in der Hoffnung die Triebkraft für eine Verbesserung der menschlichen Lebensverhältnisse. Hoffnung kann auch Trost bedeuten, wenn nichts anderes mehr geht.

 

Aber Hoffnung selbst kann kein Ziel sein

In meinem letzten Urlaub las ich den spannenden Thriller „Gefahr im Verzug“ von Tom Glancy und Marc Cameron. Da ich mich schon damals mit den Recherchen zu diesem Artikel befasste, fiel mir ein Satz auf Seite 435 ins Auge (und ich habe ihn mir sofort notiert). Der Satz lautet: „Hoffnung ist nie ein guter Plan, aber manchmal, wenn man alles getan hat, was möglich war, ist Hoffnung alles, was einem noch bliebt.“ Mir gefällt dieser Satz nach wie vor richtig gut. Denn er sagt aus, dass man der Hoffnung auch eine Chance, eine Basis, einen Grund geben muss. Sonst läuft Hoffnung ins Leere. Drei Beispiele für „falsche“ oder unbegründete Hoffnungen:

 

  • Der Schüler, der hofft, beim Französch-Vokabeltest gut abzuschneiden, obwohl er keine Minute dafür gelernt hat.
  • Die Frau, die hofft, ihren Traum-Mann kennenzulernen, aber nie vor die Tür geht.
  • Der Mann, der hofft, steinalt zu werden, aber täglich zwei Packungen Zigaretten raucht.

 

Das Muster dieser Beispiele ist gleich: Diese Menschen hoffen, dass es „irgendwie gut ausgeht“, aber sie geben der Hoffnung keine Chance, sich zu erfüllen. Das ist ähnlich wie ein Mensch, der zwar hofft, beim Lotto Millionen zu gewinnen, aber nie ein Los kauft. Also lassen Sie uns mit „guter Hoffnung“ in dieses neue Jahr starten. Und viel dafür tun, dass unsere Hoffnungen sich erfüllen.

 

Wussten Sie schon?

„Die Hoffnung stirbt zuletzt“ – diese sprichwörtliche Redensart ist schon sehr alt. Schon bei den Römern galt Hoffnung als letzte Göttin („spes ultima dea“), die Menschen selbst in aussichtslosen Lagen nicht verzweifeln lässt. Im 17. und 18. Jahrhundert tauchen ähnliche Formulierungen in der deutschen Literatur auf, bevor die heute bekannte Redensart im 19. Jahrhundert in Alltagssprache und Volksweisheit etabliert wurde. Bedeutung: Auch wenn alles verloren scheint, gibt Hoffnung den letzten Antrieb, nicht aufzugeben.

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