Rheuma: Ein Begriff für viele Krankheiten

Rund 1,5 Millionen Menschen leiden in Deutschland unter Rheuma. Das geht aus einer Veröffentlichung der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie hervor. Hinzu kommen etwa 20.000 rheumakranke Kinder. Dabei ist Rheuma keine einzelne Erkrankung mit spezifischen Symptomen.

Bis zu 300 Krankheitsbilder
Denn zum sogenannten rheumatischen Formenkreis zählen je nach Definition zwischen 200 und 300 verschiedene Krankheitsbilder. Experten teilen sie in vier Kategorien. Dazu gehören jeweils entzündlich-rheumatische Erkrankungen an den Gelenken, den Gefäßen oder in den Weichteilen sowie die seltenen Fiebersyndrome. Alle diese Krankheitsbilder haben eines gemeinsam: Aufgrund einer noch unbekannten Ursache greift dabei das Immunsystem den eigenen Körper an.

Rund 670.000 Rheuma-Kranke
Die häufigste Rheuma-Erkrankung in Deutschland ist dabei die rheumatoide Arthritis, auch entzündliches Gelenkrheuma genannt. Rund 670.000 Erwachsene leiden darunter. Betroffen sind davon meistens Frauen in höherem Alter und Raucher. Symptome für die rheumatoide Arthritis sind unter anderem schmerzhafte Schwellungen der Gelenke mit Bewegungseinschränkungen. Wer morgens steife Arme und Beine hat, sollte sich ebenfalls vom Arzt untersuchen lassen.

Bleibende Schäden drohen
Bei allen Formen von Rheuma ist die frühe Diagnose wichtig. Denn die Krankheit kann bleibende Schäden an den Gelenken hervorrufen. Hinweise auf die Krankheit können unter anderem mit Röntgen, EKG, Ultraschall und CT festgestellt werden.

Frühe Behandlung wichtig
Wenn die Behandlung früh beginnt, kann sie irreversible Schäden vermeiden. Die Therapie setzt vor allem auf Medikamente, die das Immunsystem anpassen. Sie verändern es so, dass es nicht weiter das körpereigene Gewebe angreift. Ergänzt wird die Behandlung einerseits durch Physio- und Ergotherapie. Andererseits fördern auch mehr Sport, gesünderes Essen und der Verzicht auf das Rauchen die Behandlung.

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Unsere Mundschleimhaut verdient Aufmerksamkeit

Glatt, blass-rosa und weich – so soll sie sein, die Mundschleimhaut. Wenn die „Tunica mucosaoris“, wie der Mediziner die Auskleidung unserer Mundhöhle nennt, ihre Farbe verändert, sollte man genau hinschauen. Was bei Rauhigkeiten, Verhärtungen, Verdickungen und insbesondere weißlichenoder tief roten Verfärbungen geboten ist, erfahren Sie in diesem Beitrag.

Mundschleimhaut natürlich heilen

Vorweg: In den meisten Fällen sind auffällige Schleimhautablösungen, wie die kleinen Erosionen der Mundschleimhaut auch bezeichnet werden, keine bedrohlichen Geschwüre, sondern Aphthen – schmerzhafte, aber in der Regel völlig harmlose Schädigungen. Betroffen sind viele Menschen, unabhängig von Alter und Geschlecht. Ein wirksames Medikament gegen die ebenso unaussprechlichen wie unangenehmen Besucher gibt es nicht – Experten raten zu lindernden pflanzlichen Mitteln wie eine Tinktur auf Myrrhe-Basis: Hier sind die Gesundheitspezialisten der Apotheke gerne hilfsbereit. Dort gibt es auch hochwertigen
Kamillen- oder Salbeitee in Arzneibuchqualität. Eine Woche nach dem Behandlungsbeginn sind die schmerzhaften Gäste in den allermeisten Fällen verschwunden.

Wirksamer Schutz am „Hauseingang“

Nur wenige Millimeter dick ist die Mundschleimhaut. Ihre Aufgabe: Die Mundhöhle schützen – insbesondere vor heißen oder stark gewürzten beziehungsweise scharfen Lebensmittel. Quasi als Wächter am „Hauseingang“. Ebenso gleicht sie temperaturspezifische Einflüsse aus und schützt bei chemischen Reaktionen. Letztere können der Mundschleimhaut ebenso zusetzen wie eine zu harte Zahnbürste oder eine Zahnprothese, die nicht passgenau an ihrem Platz sitzt.

Im Zweifel zum Facharzt

Ist die Mundschleimhaut erkrankt, zeigt sie das in farblichen Abweichungen: Da in diese Fällen eine ernstzunehmende Erkrankung dahinterstecken kann, empfiehlt sich der Besuch beim Facharzt – Erkrankungen der Mundhöhle und des Halses gehören zur HNO-Heilkunde. Aber auch Fachärzte für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie oder Zahnärzte können helfen.

Mundschleimhaut kann sich entzünden

Rötungen und Schwellungen sind in aller Regeln Anzeichen einer Mundschleimhautentzündung: Hier spielt oft eine vernachlässigte Mundhygiene eine entscheidende Rolle. Aber auch Bakterien, Pilze oder Viren kommen als Verursacher in Frage: Hilfreich kann zum Beispiel in solchen Fällen eine medizinische antibakterielle Mundspülung sein.

Weißlicher Belag kann Mundsoor sein

Ist beim Spiegelblick ein weißlicher Film auf unserer „Mundhöhlentapete“ zu sehen, kann ein sogenannter Mundsoor dahinterstecken. Hier kann bei stärkeren Beschwerden vom Arzt ein gegen Pilze wirksames Präparat verordnet werden – zum Beispiel als Lutschtabletten. Vom Soor betroffen sind oft Menschen, deren Immunsystem geschwächt ist oder Patienten, die ein Antibiotika einnehmen beziehungsweise eingenommen haben.

Mundschleimhaut verursacht Schmerzen

Kleine Bläschen beziehungsweise Geschwüre und Fieber sind oft Indizien auf schwerere Formen einerMundschleimhautentzündung, die als „Mundfäule“ bezeichnet wird. Sie ist nicht nur schmerzhaft, sondern auch ansteckend und wird durch Herpesviren verursacht.
Ist eine solche Schleimhautveränderung nicht nach 14 Tagen zurückgegangen, nimmt der Arzteventuell eine Gewebeprobe, damit Ursachen wie eine Krebserkrankung
ausgeschlossen werden können.

Auch bösartige Tumore möglich

Mundhöhlenkrebs ist ein bösartiger Tumor, der von der Mundschleimhaut ausgeht. Jeder Bereich in der Mundhöhle kann betroffen sein, zum Beispiel die Zunge oder der Mundboden. Die Erkrankung tritt nach Experten-Angaben meist nach dem 50. Lebensjahr auf. Bei rund 10.000 Menschen jährlich in wird die Diagnose Krebs in Mundhöhle oder im Rachenraum gestellt. Betroffen davon sind vor allem Männer. Eine frühe Erkennung und eine frühe Therapie verbessern die Heilungschancen.

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Verstopfte Nase: Was hilft bei Nasennebenhöhlenentzündungen?

Die Nase läuft, ist verstopft, der Kopf drückt und das Atmen fällt schwer. Die Symptome einer Erkältung sind lästig. Aber welche Hausmittel helfen bei Nasennebenhöhlenentzündungen, der sogenannten Sinusitis?

Hausmittel bei Sinusitis: Dampfbäder
Dampfbäder mit ätherischen Ölen als Hausmittel wirken Wunder bei einer Sinusitis. Bei der Inhalation des Dampfes werden die ätherischen Öle mit eingeatmet. So gelangen die Öle zu den Schleimhäuten und befeuchten sie.

Wenn Sie ätherische Öle inhalieren:
• Wird das Atmen bei einer Sinusitis leichter
• Fließt das Nasensekret besser ab
• Kann durch die entzündungshemmende Wirkung eine bakterielle Infektion verhindert werden
• Wirkt das entspannend und abschwellend
• Werden Schmerzen und Druckgefühl gelindert

Perfekt zum Inhalieren bei einer Sinusitis sind zum Beispiel Tees aus Fenchel, Kamille oder Eukalyptus. Dafür geben Sie zwei bis drei Esslöffel Teekräuter in einen Liter heißes Wasser in einer großen Schüssel. Beugen Sie sich mit dem Kopf über die Schüssel und bedecken sich mit der Schüssel mit einem großen Handtuch. Atmen Sie zehn Minuten tief den Dampf ein und ruhen sich danach für eine Stunde aus.

Eine Nackenauflage mit Meerrettich
Meerrettich ist reich an Senfölen, die gut gegen Bakterien wirken. Als Nackenauflage ist Meerrettich deswegen als Hausmittel wirksam gegen Nasennebenhöhlenentzündungen. Die Auflage bewirkt, dass die Nasenschleimhäute besser durchblutet werden und das Sekret besser abfließen kann.
Für die Auflage wickeln Sie eine ungefähr tischtennisballgroße Menge von frisch geriebener Meerrettichwurzel in ein Taschentuch. Diese Kompresse legen sie für bis zu fünf Minuten zwischen den dritten und sechsten Halswirbel in den Nacken.

Einfaches Hausmittel bei Sinusitis: Mehr trinken
Wenn Sie erkältet sind und Ihre Nasennebenhöhlen leiden, dann ist es wichtig, viel zu trinken. Wenn Sie sich oft die Nase putzen und vielleicht sogar etwas Fieber haben, dann verliert Ihr Körper bei einer Nasennebenhöhlenentzündung vermehrt Flüssigkeit. Wenn Sie jetzt auch noch dehydrieren, dann können die Druckkopfschmerzen noch verschlimmert werden.
Wenn Sie viel trinken, dann wird der Schleim flüssiger und fließt dadurch bei einer Nasennebenhöhlenentzündung leichter ab. Dadurch werden auch Krankheitserreger leichter ausgeschwemmt und die Beschwerden Ihrer Nebenhöhlen werden gelindert!

Fußbäder als Hausmittel bei einer Nasennebenhöhlenentzündung
Auch Fußbäder helfen dabei, die Symptome von Schnupfen und einer Nasennebenhöhlenentzündung zu lindern. Sie steigern die Abwehrkräfte und fördern die Durchblutung bei Nebenhöhlenentzündungen.
Für ein Fußbad geben sie körperwarmes Wasser in eine Schüssel und tauchen ihre Füße bis zu den Unterschenkeln ein. Geben Sie immer wieder warmes Wasser nach, damit es für eine Viertelstunde die Temperatur hält. Sie können auch warmes Wasser nachfüllen, um ein ansteigendes Fußbad zu erzeugen: Sie erhöhen mit den Aufgüssen die Wassertemperatur auf 40 Grad.
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Histaminintoleranz: Wenn Weihnachten auf den Magen schlägt

Gänsebraten, Glühwein, Plätzchen – die Leckereien der Adventszeit führen bei manchen Menschen zu allergischen Reaktionen. Lassen sich die Symptome keiner eindeutigen Nahrungsmittelunverträglichkeit zuordnen, könnte eine Histaminintoleranz vorliegen.Durchfall und Magenkrämpfe, Ausschlag und Juckreiz, Herzrhythmusstörungen und Atemnot:

Die Liste der Symptome ist ebenso lang wie die der auslösendenLebensmittel. Das macht die Diagnose des Histamin-Intoleranz-Syndroms (HIS), auch Histaminoseoder einfach Histaminintoleranz genannt, so schwierig. Viele Patienten haben eine Ärzte-Odyssee hinter sich, bevor die Krankheit erkannt wird.

Warum die Diagnose so schwierig ist
Histamin ist ein Eiweißstoff, der von weißen Blutkörperchen produziert wird und im Körperwichtige Funktionen steuert. Es ist an Abwehrreaktionen, an der Steuerung des Schlaf-Wach-Rhythmus und der Verdauung beteiligt. Histaminist außerdem ein natürlicher Bestandteil unserer Lebensmittel. Als besonders histaminhaltig gelten zum Beispiel reifer Käse, Bier und Rotwein, Wurst und Salami, Hefeprodukte, Nüsse und auch einige Obst- und Gemüsesorten, darunter Tomaten und Zitrusfrüchte.

Histaminunverträglichkeit ist eine Mangelerscheinung
In größeren Mengen ist Histamin toxisch, die kritische Menge wird beim Essen normalerweise nicht erreicht. Bei ein bis drei Prozent der Bevölkerung fällt die Verträglichkeitsgrenze allerdings vergleichsweise niedrig aus. Sie reagieren auf histaminreiche Speisen empfindlich.

Die Histaminintoleranz ist aber keine Allergie, sondern eine Enzymmangelerscheinung: Je weniger des Enzyms Diaminooxidase (DAO) im Blut vorhanden ist, desto schlechter wird das in Lebensmitteln vorhandene Histamin vom Körperabgebaut – so jedenfalls die bisherige Hypotheseder Experten.

Sie sprechen deshalb von einer „individuellen Unverträglichkeit gegenüber subtoxischen Mengen an oral aufgenommenem Histamin“ (Deutsche Gesellschaft für Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten).

Was Betroffene tun können
Besteht der Verdacht auf eine Histaminintoleranz, sollten Betroffene histaminreiche Produktekomplett meiden, bis sich die Symptome gebessert haben. Die Einnahme von Antihistaminika kann diese ebenfalls lindern. Wird die Diagnose vom Arzt bestätigt, müssen Betroffene die Histamin-Zufuhr über die Nahrung reduzieren und dauerhaft kontrollieren. Die goldene Regel lautet: Je länger das Produkt gelagert und je stärker es verarbeitet wurde, desto mehr Histamin hat es. Am sichersten sind also frische und unverarbeitete Lebensmittel. Lebensmittel, die von Haus aus einen hohen Histamingehalt haben, gilt es grundsätzlich zu meiden.

Wer trotzdem mal ein Glas Rotwein und ein Stück reifen Käse genießen möchte, kann sich das Enzym DAO vor dem Essen in Tablettenform zu führen. Da die Histaminintoleranz mangels ausreichender Studien bislang aber nicht als eigenständige Krankheit anerkannt ist, übernehmen die Krankenkassen die Kosten für die Tablettennormalerweise nicht.

Vorsicht bei diesen Arzneimitteln
Menschen mit einer Histaminintoleranz müssen mitunter auch bei der Medikamentenauswahlvorsichtig sein. Verschiedene Arzneimittel wie zum Beispiel Acetylcystein,Verapamil oder Metoclopramid können die Aktivität der DAO verringern.Aufpassen sollten Patienten auch bei einigen Entzündungs- und schmerzhemmenden Medikamenten wie Diclofenac oder Acetylsalicylsäure; diese können die Histamin-Freisetzung im Körper steigern.
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Abgestempelt werden für die Gesundheit

Eine Kräuterstempelmassage ist eine Massage mit wertvollen Ölen und warmen Kräutern. Die Massagetechnik erinnert ein bisschen eine Hot-Stone-Massage. Die Faszination einer Kräuterstempelmassage ergibt sich durch die ganz unterschiedlichen Kräuter und Techniken – und damit durch die ganz unterschiedlichen Anwendungsgebiete der Kräuterstempelmassage. Durch die Behandlung sind Sie entspannt und Ihr ganzer Körper fühlt sich positiv an.

Kräuterstempelmassage: Vorteile und Wirkungen
Eine Massage mit Kräuterstempeln löst Verspannungen in Muskeln, sie neutralisiert Stress, sie lindern Schmerzen in Rücken, Nacken, Gelenken und erhöhen den Blutdruck. Die Kräuterstempelmassage birgt viele gesundheitliche Vorteile: Sie unterstützt nicht nur Ihr körperliches und emotionales Wohlbefinden, sondern verbessert auch die Zirkulation von Blut und Lymphe und stimuliert Ihre inneren Organe.

Kräuterstempelmassage hilft auch bei Erkältungen
Je nachdem welche Kräuter Sie in die Kräuterstempel füllen, hat die Kräuterstempelmassage ganz verschiedene therapeutische Wirkungen. Wenn Sie etwas gegen Schwellungen, Erkältungen, Kopfschmerzen oder auch Bauchschmerzen tun wollen, dann fügen Sie Patchouli mit in den Kräuterstempel. Patchouli hat eine stark bakterizide Wirkung und hat auch positive Auswirkungen auf empfindliche Haut, die zu Reizungen neigt. Auch hilft Kampfer bei Atemwegserkrankungen und Erkältungen. Kampferöl hat entzündungshemmende Eigenschaften, die Ihren Hals und den Nebenhöhlen guttun.

Wie funktioniert die Kräuterstempelmassage?
Vor der Massage werden die Kräuterstempel in Wasserbad oder einem Ölbad erhitzt. So werden die Inhaltsstoffe der Kräuterstempel herausgelöst und aktiviert. Auch während der Behandlung werden die Kräuterstempel immer wieder neu erwärmt. Schon vor der Therapie wird der Körper mit Öl eingerieben. Die Kräuterstempelmassage selbst erfolgt dann mit den Händen und dem pflegenden Kräuterstempel. Durch die Wärme öffnen sich Ihre Poren und Ihre Haut nimmt die Wirkstoffe auf. Gleichzeitig atmen Sie die Kräuterdämpfe ein – die Kräuterstempelmassage wirkt innen und außen!

Für die Kräuterstempelmassage sollten Sie sich etwas Zeit nehmen. Da die Kräuterstempel erwärmt werden und Sie wechseln zwischen Händen und Stempeln, nimmt die Kräuterstempelmassage etwas mehr Zeit in Anspruch als eine herkömmliche Massage. Eine wohltuende Ganzkörpermassage mit den Kräuterstempeln kann schon eine Stunde dauern. Traditionell beginnt die Massage bei den Beinen und wandern bis zum Kopf. Die Massage mit den Kräuterstempeln endet mit dem Kopf und Gesicht.

Für die Massage drücken Sie sanft mit dem Stempel am Körper entlang, als würden Sie langsam Stempel auf Briefe setzen wollen.

Kräuterstempel selbst herstellen
Kräuterstempel sind schnell hergestellt.
Sie brauchen nur:
• Eine Handvoll getrocknete Kräuter Ihrer Wahl
• 1 EL Leinsamen
• Kordel
• 50×50 cm Baumwolltuch

Mischen Sie die Kräuter mit dem Leinsamen und legen Sie alles in die Mitte es Tuchs. Nehmen Sie dann alle vier Ecken des Tuchs und binden Sie sie fest zusammen, dass eine kugelige Form entsteht. Jetzt geht es daran, den Stempel zu erwärmen. Dafür erwärmen Sie Wasser in einem Topf und legen ein Nudelsieb darüber. Die Stempel legen Sie nun auf das Nudelsieb, sodass die Stempel von dem Dampf erwärmt werden, aber nicht mit dem Wasser in Berührung kommen. Nach ungefähr zwanzig Minuten sind die Stempel warm genug für die Massage.
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Medizinisches Cannabis auf Rezept

Seit dem Jahr 2017 ist medizinisches Cannabis weitgehend legal und wird in der Therapie schwerer Krankheiten eingesetzt. Doch der Gesetzgeber hat die Hürden hoch gesetzt. Nur wenn andere Therapieansätze ausgeschöpft sind, übernehmen die Krankenkassen die Kosten für diese Behandlung.

Voraussetzungen für medizinisches Cannabis

„Schwerkranke Menschen müssen bestmöglich versorgt werden. Dazu gehört, dass die Kosten für Cannabis als Medizin für Schwerkranke von ihrer Krankenkasse übernommen werden, wenn ihnen nicht anders wirksam geholfen werden kann“, betonte der damalige Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe anlässlich der Legalisierung von medizinischem Cannabis vor vier Jahren. Seitdem können Ärzte ihren Patienten unter bestimmten Voraussetzungen medizinisches Cannabis als Kassenleistung verschreiben. Die wichtigste Voraussetzung ist, dass die Therapie aus medizinischen Gründen notwendig und sinnvoll ist und alle sonst üblichen Therapien zuvor erfolglos waren. Dies muss der behandelnde Arzt entscheiden und verantworten.

Im Wesentlichen wird medizinisches Cannabis bei folgenden Erkrankungen beziehungsweise Diagnosen eingesetzt:

Schmerzen
ADHS
Spastiken
Depressionen
Inappetenz / Kachexie
Tourette-Syndrom
Darmerkrankungen
Sonstige Psychiatrie

Einfache Dosierung für zu Hause
Ärzte können medizinisches Cannabis in Form von Cannabisblüten, Extrakten oder als Fertigarzneimittel mit dem Hauptwirkstoff Dronabinol (auch als „THC“ bekannt) verschreiben. Für einen Patienten gilt dabei eine Höchstmenge für Cannabisblüten von 100 Gramm, die in 30 Tagen verschrieben werden darf. Um die korrekte Dosierung durch den Patienten zu gewährleisten, geben die Apotheken Cannabis als Rezepturarzneimittel aus. Die Apotheken mahlen die Cannabisblüten und geben diese dann in der gemahlenen Form mit einem Dosierlöffel an die Patienten ab. Der Patient kann dann zu Hause mit dem von der Apotheke erhaltenen Dosierlöffel die pulverisierten Blüten in der vom Arzt vorgegeben Dosierung für den Gebrauch abmessen.

Verdampfung von medizinischem Cannabis
Am häufigsten wird medizinisches Cannabis von den Patienten inhaliert, und zwar mithilfe eines Verdampfers oder Vaporizers. Bei diesem Gerät findet keine Verbrennung des medizinischen Cannabis wie zum Beispiel bei einem Joint statt, sondern funktioniert über Erhitzung des Medizinproduktes und erzeugt somit Dampf. Dieser hat bedeutend weniger schädliche Nebenprodukte als eine Verbrennung. Eine Alternative dazu ist die Zubereitung als Tee. Zudem gibt es Fertigarzneimittel mit den Wirkstoffen Nabilon oder Dronabinol.

Genehmigung durch die Krankenkassen
Wenn die Kosten für eine Cannabis-Therapie von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen werden sollen, muss vor (!) der Therapie die Genehmigung durch die Krankenkasse eingeholt werden. Dass die Krankenkassen in diesem Bereich sehr zurückhaltend sind, zeigt sich anhand dieser Zahl: Nach Angaben des GKV-Spitzenverbandes lehnte man seit Inkrafttreten des Gesetzes etwa 40 Prozent der Anträge auf Versorgung mit Cannabis ab.
Medizinisches Cannabis: ein konfliktträchtiges Therapeutikum
Wie konfliktträchtig dieses therapeutische Feld noch ist, zeigt ein Fall, der Anfang dieses Jahres vor dem Landessozialgericht Baden-Württemberg ausgefochten wurde. Ein Mann hatte geklagt, weil seine Krankenkasse sich geweigert hatte, die Kosten der Behandlung eines Schlafapnoesyndroms mit Schlafstörungen, Tagesmüdigkeit und Zähneknirschen mit Medizinalcannabis zu übernehmen. Die Krankenkasse lehnte die Kostenübernahme mit dem Argument ab, dass – im Gegensatz zu der Behauptung des Mannes – noch nicht alle vorgelagerten Therapiemöglichkeiten ausgeschöpft seien.

Entscheidung über medizinisches Cannabis liegt oft bei Richter
Das Landessozialgericht Baden-Württemberg gab der Krankenkasse Recht. Nach seiner Auffassung lag in diesem Fall keine schwerwiegende Erkrankung vor, wie sie das Gesetz für eine Kostenübernahme vorschreibt. Der Kläger leide weder unter einer lebensbedrohlichen noch unter einer, die Lebensqualität auf Dauer nachhaltig beeinträchtigenden Erkrankung, so die Ansicht der Richter. Außerdem habe er noch nicht alle alternativen Behandlungsmöglichkeiten ausgeschöpft. Eine Cannabis-Therapie auf Privatrezept ist allerdings möglich.

CBD-Öl, was ist das eigentlich?
Während medizinisches Cannabis nur auf ärztliches Rezept und bei schweren Erkrankungen zu bekommen ist, ist das ebenfalls auf der Cannabispflanze basierende CBD-Öl rezeptfrei in der Apotheke erhältlich. CBD steht dabei für Cannabidiol, ein Wirkstoff der Hanfpflanze, der seine positive Wirkung frei von psychoaktiven Symptomen entfaltet, also keinerlei berauschende Wirkung hat. Wenn alles stimmt, was man über CBD-Öl liest, dann handele es sich fast um ein Wundermittel. So soll CBD-Öl unter anderem bei folgenden Krankheiten und Beschwerden seine segensreiche Wirkung entfalten:

Schlafstörungen
Ängste und Depressionen
Schmerzen und Muskelkrämpfe
Epilepsie und Krampfleiden
Entzündungen
Übelkeit (u.a. im Rahmen einer Krebstherapie)
Tumor (Hemmung des Tumor-Wachstums)

Außerdem soll CBD-Öl eine positive („steuernde“) Wirkung haben auf unsere Organe, vor allem Gehirn, Herz, Leber, Darm und Haut sowie auf das Immunsystem, Nerven und Knochen. Das Gesundheitsversprechen also ist groß. Wer sich nun für CBD-Öl interessiert, sollte sich unbedingt in seiner Apotheke beraten lassen. Denn gerade im Internet ist das Angebot riesig, doch nicht immer genügt die Qualität der Produkte einer seriösen Prüfung.

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Hand-Fuß-Mund-Krankheit: Lästig, aber meist ungefährlich

Schmerzhafte Bläschen an den Händen, Füßen und im Mund geben ihr den Namen: der Hand-Fuß-Mund-Krankheit. Besonders in Krippen und Kitas geht diese stark ansteckende Infektionskrankheit häufig um. Meistens erkranken Kinder unter zehn Jahren an ihr.

Ansteckung auch ohne Symptome
Anstecken können sich grundsätzlich Menschen jeden Alters. Doch bei größeren Kindern und Erwachsenen sind die Symptome meistens deutlich schwächer.Nur bei rund 20 Prozent der Infizierten bricht die Hand-Fuß-Mund-Krankheit aus. Aber auch Menschen, die keine Symptome zeigen, können die Viren weitertragen.

Bei ersten Anzeichen zum Kinderarzt
Erste Anzeichen für eine Infektion sind meistens Fieber, Appetitlosigkeit und Halsschmerzen. Ein bis zwei Tage später entwickeln sich in der Regel kleine rote Flecken im Mund. Aus diesen Flecken entstehen schmerzende Bläschen. Diese kommen häufig auch an den Handflächen und Fußsohlen vor. Außerdem können sie sich im Genitalbereich sowie an Beinen, Armen und Brust bilden.Wer diese Symptome bei seinem Kind beobachtet, sollte mit ihm zum Arzt.

Hand-Fuß-Mund-Krankheit verursacht Schmerzen
Gerade Kinder leiden unter den Schmerzen, die die Bläschen verursachen. Essen und Trinken sowie Bewegungen tun ihnen dann weh. Gefährlich ist die Hand-Fuß-Mund-Krankheit in den meisten Fällen allerdings nicht. Sie heilt in der Regel innerhalb von fünf bis sieben Tagen ohne ärztliche Behandlung.Es gibt aber auch schwere Verläufe – etwa bei Neugeborenen oder Menschen mit geschwächtem Immunsystem.

Das hilft gegen die Symptome
Nur die Symptome der Krankheit lassen sich behandeln. Gegen Fieber helfen zum Beispiel spezielle fiebersenkende Medikamente und Schmerzmittel für Kinder. Wadenwickel senken die Körpertemperatur zusätzlich. Es gibt außerdem spezielle schmerzstillende und entzündungshemmende Salben für den Mund und die Haut.

Ausreichend Flüssigkeit wichtig
Wegen der Schmerzen im Mund essen Kinder oft wenig oder gar nicht. Einige Tage ohne ausreichend Essen sind allerdings nicht schlimm. Viel wichtiger ist es, dass die Kleinen ausreichend trinken. Leicht gekühlte Getränke ohne Säure vermeiden zusätzliche Beschwerden. Auch kühle Speisen wie Joghurt oder Eis schonen die gereizte Mundschleimhaut.

Hand-Fuß-Mund-Krankheit sehr ansteckend
Drei bis zehn Tage liegen in der Regel zwischen Ansteckung und Ausbruch der Hand-Fuß-Mund-Krankheit. Übertragen wird sie über sehr ansteckende Viren. Diese kommen besonders in Körperflüssigkeit und die Flüssigkeit aus den nässenden Blasen vor. Auch eine Ansteckung über die Luft – etwa durch Husten oder Niesen – ist möglich. Nach dem Abklingen der Krankheit bleiben die Betroffenen teilweise wochenlang ansteckend.
Kontakt vermeiden
Besonders zwischen kleinen Kindern breitet sich die Hand-Fuß-Mund-Krankheit schnell aus. Denn sie achten meist wenig auf Hygieneregeln und kommen dadurch eher mit den Viren in Kontakt. Deshalb müssen erkrankte Kinder in der Regel zu Hause bleiben, bis die Bläschen eingetrocknet sind. Die Betreuungspersonen sollten darauf achten, sich regelmäßig die Hände zu waschen und Kontakt mit Körperflüssigkeiten zu vermeiden. Auch über den Stuhl – etwa beim Windeln wechseln – wird die Krankheit übertragen. Außerdem sollten zum Beispiel Spielsachen, Türgriffe und Treppengeländer gereinigt werden.

15 verschiedene Viren
Die Hand-Fuß-Mund-Krankheit ist leider keine einmalige Sache. Denn rund 15 verschiedenen Viren verursachen sie. Meistens erkranken Kinder während ihrer Zeit in Krippe oder Kindergarten mehrfach an dem Virus. Besonders häufig kommt die Infektion im Spätsommer und Herbst vor.
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Rauchen: Darum nimmt man nach dem Aufhören zu

Mit dem Rauchen aufhören: Das ist für viele ein guter Vorsatz für das neue Jahr. Eine häufige Nebenwirkung der Entwöhnung ist die Gewichtszunahme. 4,5 Kilo legen ehemalige Raucher im Durchschnitt während des ersten Jahrs ohne Zigarette zu. Forscher des israelischen Weizman Institute ofSciene haben jetzt eine biochemische Ursache dafür festgestellt.

Mikro-Organismen regulieren Stoffwechsel
Durch das Abstellen des Rauchens verändert sich die Zusammensetzung der Mikro-Organismen im Darm. Das fanden die Wissenschaftler in einer Versuchsreihe mit Mäusen heraus. „Unsere Erkenntnisse zeigen, wie Körper und Mikro-Organismen bei der Regulierung von Gewicht und Stoffwechsel als Partner agieren“, erläutert Professor Eran Elinav, der die Untersuchungen geleitet hat.

Zunahme nach Rauch-Stopp
Für die Versuchsreihe setzten die Forscher Mäuse Zigarettenrauch aus. Diese Mäuse nahmen nicht Gewicht zu, obwohl sie viel Fett und Zucker konsumierten. Dann stellten die Wissenschaftler die Zufuhr von Nikotin ein – und das Gewicht der Mäuse stieg rapide. Ein Teil der Mäuse erhielt zusätzlich Breitband-Antibiotika, welche die Mikro-Organismen im Darm herunterregelten. Er nahm auch nach dem Rauchstopp bei der fett- und zuckerreichen Ernährung kaum zu.

Rauchen beeinflusst Bakterien im Darm
Die Wissenschaftler zogen daraus den Schluss, dass Tabakrauch die Zusammensetzung Bakterien im Darm verändert. Das wiederrum hat demnach einen starken Einfluss auf den Stoffwechsel. Beweisen konnten sie das, indem sie Mikro-Organismen von beiden Versuchsgruppen in vorher unbehandelte Mäuse verpflanzten. Diese zeigten danach die gleiche Reaktion in Bezug auf die Gewichtszunahme.

Wichtige Erkenntnisse
Verantwortlich für die Veränderungen sind laut der Studie zwei Mikro-Organismen. die Aminosäure Dimethylglycin wurde beim Kontakt mit Zigarettenrauch im Verdauungstrakt vermehrt produziert. Die Menge von Acetylglyin nahm währenddessen hingegen ab. Genau andersherum verhielt es sich beim Ausbleiben von Nikotin. In weiteren Versuchen stellten die Forscher fest, dass Dimethylglycin die Abnahme und Acetylglyin die Zunahme von Gewicht auslösen.

Hilfe für Therapie gegen Übergewicht
Untersuchungen an 96 Menschen bestätigten die Erkenntnisse. Die Zusammensetzung der Mikro-Organismen im Darm von Rauchern und Nichtrauchern ähnelten jeweils denen der Mäuse aus dem Versuch. „Die Verbindungen, die wir entdeckt haben, könnten neue Behandlungen ermöglichen – und Menschen dabei helfen, die Gewichtszunahme zu vermeiden, wenn sie mit dem Rauchen aufhören“, ergänzt er. Außerdem vermutet er, dass die Erkenntnisse auch für Therapien gegen Übergewicht bei Nichtrauchern nützlich sind.
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Reizdarm – Remmidemmi im Bauch

Laut Deutscher Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten gilt das Reizdarmsyndrom als eines der häufigsten gastrointestinalen Krankheitsbilder in der Bevölkerung. Man geht davon aus, dass 15 bis 22 Prozent der Deutschen von einem Reizdarm betroffen sind. Wie kann man einen Reizdarm gezielt therapieren?

Reizdarm therapieren: Wie anfangen?
Bauchschmerzen, Blähungen und Durchfall oder Verstopfung – das hatten wir alle schon mal. Meist verschwinden die Beschwerden genauso schnell, wie sie gekommen sind. Nicht bei einem Reizdarmsyndrom: Hier bestehen die Beschwerden per Definition für einen Zeitraum von mehr als drei Monaten. Die Beschwerden sind für die Betroffenen extrem belastend. Wer geht schon gerne in die Öffentlichkeit, wenn er ständig Ausschau nach dem nächsten stillen Örtchen halten muss oder übelriechende Winde absetzt?

Krämpfe und Schmerzen schränken die Lebensqualität zusätzlich ein
Oft bringt der Gang zum Arzt wenig Erkenntnis. Denn mit den konventionellen Untersuchungsmethoden (zum Beispiel Blutbild, Ultraschalluntersuchung und Darmspiegelung) lassen sich beim Reizdarmsyndrom keine Ursachen ermitteln. Die Diagnostik ist trotzdem wichtig, um andere Krankheiten wieNahrungsmittelunverträglichkeiten oder Morbus Crohn auszuschließen. Doch nur weil der Arzt zunächst keinen Grund für die Darmprobleme findet, bedeutet es nicht, dass es keinen gibt. Heute weiß man, dass Veränderungen im Immunsystem des Bauches, in der Darmflora, der Darmdurchlässigkeit oder des Nervensystems des Bauches, dem sogenannten Bauchhirn, für die Symptome eines Reizdarms verantwortlich sein können. Auch eine gestörte Kommunikation zwischen Bauchhirn und Kopfhirn kann zu anhaltenden Bauchschmerzen, Blähungen und Co. führen.

Reizdarmsyndrom therapieren
Die Therapie und Behandlung des Reizdarmsyndroms konzentriert sich auf die Bekämpfung der Symptome und fußt auf drei Säulen:
Diätetik:
Durch eine sogenannte FODMAP-arme Diät, bei der möglichst wenige vergärbare Kohlenhydrate verzehrt werden, können sehr gute Behandlungserfolge eines Reizdarms erzielt werden.
Psychosomatische Maßnahmen:
Kaum ein Organ reagiert so unmittelbar auf Stress wie der Darm, deshalb wirken sich Entspannungstechniken (autogenes Training, entspannende Bäder, Massagen) sowie ein gutes Stress-Management positiv auf den Reizdarm aus.

Medikamentöse Behandlung:
Pflanzliche Arzneien, homöopathische Präparate, Krampflöser, Schmerzmittel, Probiotika und Antidepressiva können die Reizdarm-Beschwerden effektiv lindern. Welche Therapie bei einem Reizdarm zum Einsatz kommt, muss individuell entschieden werden – Ihre Guten Tag-Apotheke ist dabei der richtige Ansprechpartner.

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Roher Keksteig – nichts für Naschkatzen

Was gibt es Schöneres, als den Kuchen- und Keksteig frisch vom Löffel oder aus der Schüssel zu naschen? Aber schon als Kind wurden wir immer wieder vor dem rohen Teig gewarnt. Warnungen wie „Von dem rohen Teig bekommst du Magenschmerzen!“ sollten uns doch nur davon abhalten den Teig zu naschen, damit noch genug für Kekse und Kuchen übrig ist – oder?

Darum ist roher Keksteig ungesund
Lange Zeit wurde die Gefahr im Teig nur auf die Eier geschoben – aber tatsächlich schlummern auch im Mehl Gefahren. Denn rohes Mehl kann Krankheitserreger enthalten. Dabei handelt es sich um einen Keim, der zur Escherichia coli Familie gehört. Dieser Keim im Mehl bringt uns unangenehme Magen-Darm-Erkrankungen mit Durchfällen und Bauchschmerzen. Besonders empfindliche Personengruppen wie Senioren, Kinder und Immunschwache haben häufig schwere Verläufe.
In Verbindung mit Hitze und Feuchtigkeit werden diese Keime im Mehl abgetötet – in gebackenen Keksen oder Kuchen gibt es also kein Problem. Waschen Sie vor und nach dem Backen gründlich die Hände und säubern Sie mit Mehl bestäubte Flächen und Küchengeräte sorgfältig.

Roher Keksteig: Salmonellen sind selten, aber gemein
Legehennen müssen gegen Salmonellen geimpft werden. Deswegen gibt es immer weniger belastete Eier. Allerdings gilt die Impfpflicht nicht für kleine Betriebe. Sie sollten also trotzdem immer darauf achten, Eier nicht roh zu verzehren. Es passiert nicht häufig, aber Salmonellen können nach wie vor verbreitet werden. Wenn Sie sich infizieren, kann das schwerwiegende Folgen haben. Daher sollte immer hygienisch mit Eiern umgegangen werden: Waschen Sie sich nach dem Aufschlagen auf jeden Fall immer gründlich die Hände.

Roher Kichererbsen-Cookie-Dough
Keine Sorge, niemand muss auf den leckeren, sündigen Snack verzichten. Denn es geht auch ohne Eier und Mehl im Teig! Auf Basis von Kichererbsen lässt sich ein wunderbar leckerer Teig zaubern, den Sie mit gutem Gewissen roh verzehren können.

Zutaten für drei Portionen Teig:
• 260 g Kichererbsen aus der Dose
• 50 g Honig (oder vegan mit Agavendicksaft)
• 40 g Erdnussbutter
• 25 g Schoko-Tröpfchen
Und so geht’s:
1. Lassen Sie die Kichererbsen in einem Sieb abtropfen und waschen Sie sie gründlich ab.
2. Pürieren Sie die Kichererbsen dann zu einer Creme, die aussieht wie Teig.
3. Jetzt rühren Sie den Honig/Agavendicksaft und die Erdnussbutter unter den Kichererbsenteig. Wenn Sie es lieber süßer mögen, können Sie auch etwas mehr Honig/Agavendicksaft nehmen. Alles gut miteinander vermengen, bis eine homogene Masse entsteht.
4. Zum Schluss noch die Schoko-Tröpfchen unterrühren.