Bewegung gegen Einsamkeit

Soziale Isolation und Einsamkeit sind nicht zuletzt wegen ihrer negativen Auswirkungen auf die psychische Gesundheit ein großes gesellschaftliches Problem. Jetzt hat ein Forscherteam herausgefunden, dass körperliche Aktivität wie beispielsweise eine Stunde flottes Gehen negative Konsequenzen des Alleinseins auf das Wohlbefinden ausgleichen kann.

Depressionen verhindern

Menschen mit einem erhöhten neuronalen Risiko für Depression und Einsamkeit profitierten besonders deutlich von einem körperlich aktiveren Lebensstil. „Die Ergebnisse weisen darauf hin, dass körperliche Aktivität als wirksame und zugängliche Strategie genutzt werden kann, um den psychologischen Auswirkungen des Alleinseins und der Einsamkeit entgegenzuwirken“, sagt Prof. Dr. Dr. Heike Tost vom Zentralinstitut für Seelische Gesundheit (ZI) in Mannheim.

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Was hilft bei Einschlaf- und Durchschlafproblemen?

Der 21. Juni ist nicht nur der längste Tag des Jahres, sondern – ironischerweise – auch der „Tag des Schlafs“. Zwar können wir nicht den ganzen Tag im Schlummerland verbringen, aber den Schlaf zu ehren ist eine gute Sache. Denn er ist enorm wichtig für unsere Gesundheit, für unseren Geist und unseren Körper. Lesen Sie, was Schlafen so wertvoll macht und wie Sie Ihre Nachtruhe noch verbessern können.

So viel schlafen wir

Rund ein Drittel unseres Lebens verbringen wir schlafend. Wobei Babys zwischen 14 und 18 Stunden ruhen, Jugendliche noch rund neun Stunden schlafen (an den Wochenenden gerne mehr), und der Schlaf sich bei Erwachsenen in der Regel zwischen sieben und acht Stunden einpendelt.

Schlafen macht jung, stark und gesund

Der Körper profitiert sehr von Schlaf. Während der Nachtruhe können Muskeln wachsen, Wunden heilen und Zellen sich regenerieren. Herzschlag, Blutdruck sowie Atmung finden wieder zu ihrem optimal abgestimmten Rhythmus. Stoffwechselprozesse laufen auf Hochtouren und das Immunsystem wird gestärkt. Unser Geist sortiert im Schlaf die Erlebnisse, Emotionen und Gedanken des Tages. Zum Teil wird das in Träumen verarbeitet, die vorwiegend in der etwa 20-minütigen Rapid-Eye-Movements-Phase (REMSchlaf) auftreten. Dabei können die Augenlider zucken oder das Auge sich unter dem geschlossenen Lid bewegen, daher der Name. Die REM-Phase wechselt sich mit den sogenannten Tiefschlafphasen ab, die um die 90 Minuten andauern.

Warum wenig Schlaf keine gute Idee ist

Schlafmangel wirkt sich negativ auf den Körper aus: Wer über längere Zeit zu wenig schläft, fühlt sich nicht nur mies. Zu wenig Schlaf sorgt für Stress und erhöht das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes. Das Immunsystem wird geschwächt und man setzt eher Speck an. Außerdem kann Schlafmangel gereizt machen, die Konzentration schwächen und für schlechte Stimmung bis hin zu Depressionen sorgen.

Hilfe aus der Apotheke

Es gibt viele Mittel, die einen angenehmen Schlaf unterstützen: Lavendel zum Beispiel entspannt und beruhigt. Man kann das ätherische Öl als Badezusatz verwenden oder als Einschlafspray auf das Kopfkissen sprühen. Weitere schlaffördernde Kräuter sind Baldrian und Passionsblume. Viele Einschlafhilfen kann man als Spray oder Kapseln einnehmen. Praktisch für den Nachttisch sind Pulversticks, die man ohne Wasser einnehmen kann. Das Team Ihrer Guten-Tag-Apotheke wird Sie dazu gerne beraten.

10 Tipps, die den Schlaf verbessern

1. Gehen Sie rechtzeitig offline. Das bläuliche Licht, das von Computer-, Tablet- und Smartphone-Bildschirmen ausgestrahlt wird, hemmt nämlich die körpereigene Melatonin-Produktion. Melatonin ist unser Schlafhormon, das sich bei Dunkelheit vermehrt bildet.

2. Dämmen Sie abends das Licht beziehungsweise ziehen Sie die Vorhänge zu. Auch das fördert die Bildung des Schlafhormons.

3. Schaffen Sie im Schlafzimmer eine schlaffördernde Atmosphäre: Halten Sie den Raum kühl und dunkel und verzichten Sie auf Lichtquellen wie Radiowecker und Strahlungen zum Beispiel vom Handy.

4. Meiden Sie abends schwere Mahlzeiten, denn: Muss die Verdauung auf Hochtouren arbeiten, kommt auch der Rest des Körpers schwer zur Ruhe.

5. Koffein verbleibt bis zu sechs Stunden im Körper. Genießen Sie Ihren Nachmittags-Kaffee gegen 14 Uhr oder steigen Sie anschließend auf koffeinfreie Getränke um.

6. Ein Gläschen Rotwein oder ein Bier zum Einschlafen? Lieber nicht. Zwar kann Alkohol kurzfristig das Einschlafen fördern, doch er vermindert die Schlafqualität, weil Alkohol die wichtige REM-Phase hemmt.

7. Wenn die Gedanken kreisen und uns nicht zur Ruhe kommen lassen, kann es helfen, abends Tagebuch zu führen. Etwas niederzuschreiben hilft dabei, den Geist zu entlasten.

8. Ärgert man sich über nächtliches Aufwachen, macht es das Wieder-Einschlafen noch schwerer. Ist man nach etwa 20 Minuten immer noch wach, hilft es eher, sich abzulenken, zum Beispiel mit einem Buch oder Hörspiel.

9. Die 4-7-8-Atemtechnik soll ganz besonders wirksam beim Einschlafen helfen: Vier Sekunden lang durch die Nase einatmen, sieben Sekunden anhalten, acht Sekunden lang ausatmen. Das Ganze viermal wiederholen.

10. Bei Frauen ab Ende 30 kann ein Hormonmangel den Schlaf rauben. Sprechen Sie mit Ihrem Gynäkologen darüber, ob eine Progesteron-Ergänzung nötig ist.

 

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Badespaß am See – aber sicher!

Es wird immer wärmer und auch die Temperaturen in den Badeseen steigen. Doch Vorsicht: Im vergangenen Jahr sind in deutschen Seen und Flüssen nach Angaben der DLRG wieder mindestens 378 Menschen ertrunken. Die meisten Unfälle passieren, weil die Baderegeln nicht eingehalten werden, sagt die Wasserwacht des Deutschen Roten Kreuzes und appelliert an die Bevölkerung, sich unbedingt an diese Regeln zu halten.

Diese lauten:

· Ich gehe nur baden, wenn ich mich gut fühle.

· Ich gehe nur baden, wenn mir bei Problemen jemand helfen kann.

· Wenn ich Probleme im Wasser habe, dann rufe ich laut um Hilfe und winke mit den Armen. Ich helfe anderen, wenn sie im Wasser Probleme haben. Ich rufe nie „Hilfe“, wenn alles in Ordnung ist.

· Ich sage Bescheid, wenn ich ins Wasser gehe.

· Ich gehe weder hungrig noch direkt nach dem Essen ins Wasser.

· Ich kühle mich ab, bevor ich ins Wasser gehe.

· Ich gehe nur da baden, wo es erlaubt ist. Ich springe nur da ins Wasser, wo das Wasser tief und frei ist.

· Ich nehme Rücksicht! Ich renne nicht, schubse nicht und drücke niemanden unter Wasser.

· Schwimmflügel, Schwimmtiere und Luftmatratzen sind nicht sicher und schützen mich nicht vor dem Ertrinken.

· Wenn ich draußen bade, gehe ich sofort aus dem Wasser, wenn es blitzt, donnert oder stark regnet. Baden bei Gewitter ist lebensgefährlich.

Mehr Infos zu den Baderegeln finden Sie auf der Internetseite www.drk.de/wasserwacht.

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Blutfettwerte im Visier

Kennen Sie Ihre Cholesterin-Werte?

Am 14. Juni ist Tag des Cholesterins und auch dieses Jahr fordert die DGFF (Lipid-Liga) e.V. alle Menschen dazu auf, ihre Blutfettwerte messen zu lassen. Warum? Weil wir in der Regel nicht spüren, wenn unser Cholesterinspiegel zu hoch ist, erhöhte Blutfettwerte aber unbehandelt zu schweren Herz-Kreislauf-Erkrankungen bis hin zum Tod führen können.

Gefäßverkalkungen und Arteriosklerose durch zu viel Cholesterin

Cholesterin gehört zu den Lipiden (Fetten) und wird zu einem Großteil vom Körper hergestellt. Einen kleinen Teil nehmen wir mit der Nahrung auf. Cholesterin ist für unseren Körper unverzichtbar, denn es spielt eine wichtige Rolle bei der Produktion von Hormonen und ist Bestandteil der Zellhüllen. „Zu viel Cholesterin allerdings an der falschen Stelle – im Blut und in der Gefäßwand – führt zu ernsthaften Gesundheitsschäden durch Gefäßverkalkungen, die Arteriosklerose, und damit zu einem erhöhten Risiko für Durchblutungsstörungen, Herzinfarkt und Schlaganfall“, schreibt die Deutsche Herzstiftung auf ihrer Website. Eine Arteriosklerose kann lange unbemerkt bleiben, weil sie keine Schmerzen verursacht.

Wie war das nochmal mit dem „guten“ und dem „schlechten“ Cholesterin?

Bei der Beurteilung der Cholesterinwerte im Blut kommt es nicht nur auf die Gesamtmenge an, sondern auch auf die Zusammensetzung. Dabei unterscheidet man zwischen dem sogenannten LDL-Cholesterin und HDL-Cholesterin. Vereinfacht kann man sich LDL und HDL als Transportproteine vorstellen. LDL bringt das Cholesterin über die Blutbahn in die einzelnen Körperzellen, damit es dort weiterverarbeitet wird. Befindet sich mehr LDL-Cholesterin im Blut, als die Zellen aufnehmen können, lagert es sich an den Gefäßwänden ab und führt zu Arteriosklerose. HDL gilt als Aufräumer. Es sammelt das überschüssige Cholesterin ein (auch von den Gefäßwänden) und bringt es zur Leber, wo es zum Beispiel zu Gallensäure umgewandelt wird. HDL-Cholesterin ist als das „gute“ Cholesterin bekannt.

Wann sind Cholesterinwerte gesund?

Mithilfe einer Blutprobe kann der Arzt die Cholesterinwerte ermitteln. Grundsätzlich gilt ein möglichst hoher Anteil an HDL bei einem geringen Anteil an LDL als gesund. Ab wann Cholesterinwerte gefährlich werden, kann nicht für jeden Menschen pauschal festgelegt werden und ist abhängig von verschiedenen Faktoren, wie Raucherstatus, Körpergewicht oder dem Vorliegen von Krankheiten.

Wie kommt es zu gefährlichen Cholesterinwerten?

Der Cholesteringehalt im Blut hängt sowohl von erblichen Faktoren als auch von der Lebensweise ab. Wer sich einseitig, ballaststoffarm sowie fettreich ernährt und sich dazu wenig bewegt oder gerne Alkohol trinkt, trägt ein erhöhtes Risiko für schlechte Blutfettwerte. Manchmal sind aber auch die Gene Schuld. Bei der sogenannten familiären Hypercholesterinämie ist das LDL-Cholesterin von Geburt an zu hoch – und das unabhängig vom Lebensstil. Etwa eine von 250 bis 300 Personen ist in Deutschland davon betroffen.

Was tun bei zu hohen Werten?

Wenn der Arzt die Cholesterinwerte auffällig einstuft, heißt es, den Lebensstil zu überdenken: sich gesünder ernähren, mehr bewegen und auf Tabak und Nikotin verzichten. Verbessern sich die Werte trotz dieser Maßnahmen nicht oder sind die Gefäße bereits stark von Arteriosklerose betroffen, kommen Medikamente zum Einsatz. An erster Stelle stehen dabei die sogenannten Statine. Sie sind in der Regel gut verträglich und sorgen dafür, dass weniger Cholesterin hergestellt wird. Fachleute bezeichnen Statine deshalb auch als Cholesterinsenker oder Fettsenker. Sie reduzieren nachweislich das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Enge Abstimmung mit dem Arzt

Kann mit der höchsten verträglichen Dosis an Statinen das Behandlungsziel nicht erreicht werden, kommen beispielsweise Cholesterin-Resorptionshemmer, PCSK9-Hemmer oder Gallensäurebinder zum Einsatz. Egal welcher Wirkstoff eingesetzt wird – allen Therapien gemeinsam ist, dass die Einhaltung der gemeinsam mit dem Arzt vereinbarten Behandlungsmaßnahmen unablässig für den Behandlungserfolg ist.

Machen Sie mit bei der VRONI-Studie!

In Bayern, Niedersachsen, Bremen und Hamburg können Eltern ihre Kinder im Alter von 5 bis 14 Jahren in vielen teilnehmenden Arztpraxen kostenlos auf familiäre Hypercholesterinämie testen

lassen. Mehr Infos unter www.myvroni.de.

 

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Herzrhythmusstörungen frühzeitig erkennen

Wie gut kennen Sie Ihren Puls?

Mindestens einer von drei Menschen in Europa entwickelt im Laufe seines Lebens Herzrhythmusstörungen. Anhaltende oder häufige Rhythmusstörungen sind zum einen für die Betroffenen belastend und beängstigend. Zum anderen schädigen sie auf Dauer die Herzfunktion oder können sogar direkt lebensbedrohlich sein.

Regelmäßig kontrollieren

Wichtig ist es, Herzrhythmusstörungen frühzeitig zu erkennen. Dazu kann jeder durch einfaches Messen seines Pulses beitragen. „Wer seinen Puls regelmäßig kontrolliert, kann bei Unregelmäßigkeiten sofort reagieren und diese von seiner Ärztin oder Arzt abklären lassen“, sagt der Kardiologe Prof. Dr. Thomas Voigtländer von der Deutschen Herzstiftung. Kommt es etwa häufiger zu einem Puls in Ruhe von über 100 Schlägen pro Minute, sollte man das untersuchen lassen.

So einfach geht Pulsmessen

Am einfachsten geht die Pulsmessung, indem man den Zeige- und Mittelfinger der einen Hand auf die Innenseite des anderen Handgelenks legt und dort den pulsierenden Herzschlag erspürt. 15 Sekunden messen und dann mal vier nehmen. Auch moderne Sportuhren, Smartwachtes oder Fitnesstracker mit Herzfrequenzmesser am Handgelenk sind hilfreich.

Ausführliche Infos zum Thema finden Sie auf der Webseite herzstiftung.de unter dem Stichwort „Pulsmessung“ sowie auf der Seite pulse-day.com.

 

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Blutspenden kann Leben retten

In Deutschland werden jeden Tag rund 14.000 Blutspenden benötigt. Blut ist unersetzbar und kann trotz immenser Fortschritte in Wissenschaft und Medizin nicht künstlich erzeugt werden. Deshalb stellt gespendetes Blut für viele Menschen die einzige Chance zum Überleben dar. Leider fallen durch den demografischen Wandel immer mehr langjährige Blutspender aufgrund gesundheitlicher Probleme aus. Also geben Sie sich einen Ruck und gehen Sie spenden! Sie sind noch unsicher? Wir haben für Sie die wichtigsten Fragen beantwortet.

Wer kann Blut spenden?

Grundsätzlich gilt: Wer mindestens 18 Jahre alt ist und über 50 kg wiegt, kommt als Blutspender infrage. Dennoch gibt es noch einige Einschränkungen, denn Sicherheit hat bei der Blutspende oberste Priorität – das gilt für sowohl für den Spender als auch für den Transfusionsempfänger. Unter der kostenlose Spender-Hotline 0800 11 949 11 können Sie erfragen, ob Sie persönlich Blut spenden können.

Wieviel Zeit muss ich für die Blutspende einplanen?

Bitte halten Sie sich für den gesamten Prozess etwa eine Stunde frei – die Blutspende selbst dauert nur etwa zehn Minuten.

Was sollte ich mitbringen?

Bitte halten Sie Ihren amtlichen Lichtbildausweis parat, das ist gesetzlich vorgeschrieben.

Wie ist der Spendenablauf?

Vorneweg: Je nach Bundesland und Blutspendedienst kann die Blutspende unterschiedlich ablaufen. Es gibt allerdings feste Stationen, die im Regelfall bei jeder Blutspende Bestandteil sind. Dazu gehört beispielsweise der Empfang, bei dem die persönlichen Daten registriert werden. Mithilfe eines Fragebogens geben Sie Auskunft über Ihre individuelle Gesundheits- Vorgeschichte. Bei einem Gesundheits-Check werden Puls, Blutdruck, Hämoglobin-Wert sowie Körpertemperatur überprüft, damit der Arzt im Gespräch entscheiden kann, ob Sie an diesem Tag Blut spenden dürfen. Während der Blutspende werden etwa 500 Milliliter Blut entnommen – ein kleiner Teil davon kommt in einem Kontrollröhrchen zur Untersuchung ins Labor. Nun schließt die Ruhephase an. Manchmal wird auch ein kleiner Imbiss angeboten.

Wie lange muss ich mich nach der Blutspende schonen?

Lassen Sie es am Tag der Blutspende ruhig angehen und belasten Sie den Spenderarm nicht zu stark. Sport und herausfordernde Aktivitäten sollten Sie auf einen anderen Tag verschieben. Gönnen Sie Ihrem Körper Zeit für Regeneration und achten Sie darauf, viel zu trinken (alkoholfrei) und ausreichend zu essen. Der Verlust des abgenommenen Blutvolumens ist schnell wieder ausgeglichen.

Wie geht es nach der Spende mit meinem Blut weiter?

Die Blutkonserven werden für ihre weitere Verwendung aufbereitet und eingelagert. Die Kontrollröhrchen werden im Labor untersucht. Nach der Blutgruppen- und Rhesusfaktor-Bestimmung wird das Blut auf verschiedene Infektionskrankheiten, wie HIV, Hepatitis und Syphilis geprüft. Manche Krankheiten lassen sich jedoch erst mehrere Wochen nach einer Infektion nachweisen. Das bedeutet, dass es eine Phase gibt, in der die Tests nicht anschlagen. Daher ist es extrem wichtig, dass Sie den medizinischen Fragebogen vor der Blutspende wahrheitsgemäß ausfüllen.

Was passiert bei einem auffälligen Befund?

Falls im Rahmen der standardmäßig durchgeführten Tests ein Befund von der Norm abweichen sollte, werden Sie oder Ihr Hausarzt schriftlich über das Ergebnis informiert.

Hier finden Sie die nächsten BLUTSPENDENTERMINE in Ihrer Nähe: www.drk-blutspende.de/blutspendetermine

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Risiko Virus-Erkrankung FSME

Zeckenimpfung dringend empfohlen

Die Zeckenplage in Deutschland nimmt zu. Neben den traditionell besonders befallenen südlichen Bundesländern Bayern und Baden- Württemberg beobachten Experten einen deutlichen Anstieg auch im Norden und Osten Deutschlands. Dementsprechend steigt die Zahl der durch Zeckenbiss übertragenen Virus-Erkrankung FSME. Experten raten dringend zu einer Schutzimpfung. „Drei Impfungen zur Grundimmunisierung und eine Auffrischimpfung alle fünf Jahre, bzw. ab dem 60. Lebensjahr alle drei Jahre.

Bakterielle Infektionskrankheit Borreliose

Auch eine Impfung von Kindern ist dringend anzuraten“, so der Appell von Prof. Dr. Gerhard Dobler vom Institut für Mikrobiologie der Bundeswehr in München. Gegen das ebenfalls von Zecken übertragene Bakterium Borrelia burgdorferi, das Borreliose auslösen kann, gibt es bisher noch keinen Impfstoff. Hier hilft im Krankheitsfall nur die Behandlung mit Antibiotika. Am besten bei einem Zeckenbiss die Zecke so schnell wie möglich entfernen, die Bissstelle desinfizieren und bei der Bildung eines kreisrunden, roten Hautausschlags um die Einstichstelle einen Arzt aufsuchen.

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Tipps zur Auswahl einer Sonnenbrille

Sie ist eines der beliebtesten Mode-Accessoires: die Sonnenbrille. Egal ob schick, sportlich oder glamourös – die getönten Gläser auf der Nase verleihen ihrem Träger sofort Stil. Doch gutes Aussehen allein sollte nicht der einzige Grund sein, eine Sonnenbrille aufzusetzen. Sind die Augen dem hellen Licht und den ultravioletten (UV) Strahlen der Sonne ungeschützt ausgesetzt, kann es ihnen schaden. Augen sind tatsächlich ebenso Sonnenbrand-gefährdet wie unsere Haut (s. Artikel „Was ist eigentlich ein Augensonnenbrand?“).

Gleichzeitig Schutz für die Augenpartie

Doch nicht nur das Auge selbst ist empfindlich, auch die zarte Haut um die Augenpartie herum leidet, wenn sie ungeschützt der Sonne ausgesetzt ist. Es bilden sich Fältchen und im schlimmsten Fall auch Hautkrebs. Daher sollten Sie genauso, wie Sie Ihre Haut vor zu viel Sonne schützen, zum Beispiel durch entsprechende Kleidung, eine Kopfbedeckung sowie durch Sonnenschutzcreme, auch Ihre Augen schützen. Wie? Am besten mit einer entsprechenden, guten Sonnenbrille. Aber was zeichnet eine gute Sonnenbrille, die wirklich schützt, aus?

Dunkel allein reicht nicht

Wichtig zu wissen: Die Farbe der Brillengläser allein sagt gar nichts über ihre Schutzfunktion aus. Dunkle Gläser ohne UV-Schutz können sogar noch schädlicher sein als keine Sonnenbrille, denn: Die Verdunklung der Brille verhindert ein Zusammenziehen der Pupillen, wenn Sie in die Sonne blicken. Schädliche UV-Strahlen können dann noch besser ins Auge und auf die Netzhaut treffen.

CE-Kennzeichnung reicht nicht aus!

Achten Sie beim Kauf einer Sonnenbrille darauf, dass sie über einen UV-Filter verfügt, der vor Strahlen von bis zu einer Wellenlänge von 400 Nanometern schützt. Etiketten wie „UV400″ oder „100 Prozent UV-Schutz“ sind ein Hinweis auf entsprechenden UV-Schutz. Die Angabe wird allerdings nicht kontrolliert und ist daher kein Garant für Schutz. Markierungen mit „DIN EN ISO 12312-1″ oder „DIN EN 172″ geben verlässliche Hinweise auf normgerechten UV-Schutz. Eine CE-Kennzeichnung („Europäische Konformität“) reicht nicht, denn sie bestätigt lediglich, dass die Gläser den gesetzlichen Sicherheitsanforderungen der EU-Richtlinien entsprechen.

Der Blendschutz

Für ein angenehmes Sehen ist der Schutz vor Helligkeit entscheidend. Dieser wird bei Sonnenbrillen in Kategorien von 0 bis 4 eingeteilt:

Kategorie 0: bis zu 20 Prozent Abdunklung, ideal für den Sommerabend.

Kategorie 1: 20- bis 60-prozentige Abdunklung, gut für helle, aber bewölkte Tage.

Kategorie 2: Nur noch 18-43 Prozent des Lichts erreicht das Auge, das ist ausreichend für die hellen Sommertage in Deutschland.

Kategorie 3: Wer sich in den Bergen oder am Meer aufhält, braucht diese ca. 90-prozentige Abdunklung.

Kategorie 4: Die stärkste Abdunklung, passend für Schnee oder Hochgebirge. Sie sollte aber nicht beim Autofahren getragen werden.

Mehr Komfort beim Optiker

Optimal sind Brillengläser, die sich selbstständig den unterschiedlichen Lichtverhältnissen anpassen. Natürlich sind sie gegenüber den Standardgläsern etwas teurer. Und natürlich gibt es die Gläser – nicht nur die mit „Licht-Autokorrektur“ – in Ihrer Sehstärke und sogar als Gleitsichtbrille. Die finden Sie allerdings nicht auf dem Ständer an der Strandpromenade, sondern nur beim Optiker. Und: Es dauert zwei bis drei Wochen, bis diese individuell für Sie angepasste Sonnenbrille fertig ist, daher rechtzeitig vorm Urlaub daran denken.

Das passende Gestell

Um die Augen optimal schützen zu können, sollte die Sonnenbrille gut sitzen, nicht verrutschen und groß genug sein, um auch seitliche Strahlung abzuschirmen. Wer im Sonnenschein arbeitet oder Sport betreibt, braucht eventuell eine spezielle Brille, zum Beispiel ein enganliegendes Sportmodell oder eine Schwimmbrille mit UV-Schutz (auch diese gibt es sogar in der individuellen Sehstärke des Benutzers).

Und die Kleinen …?

Kinderaugen sind noch sehr empfindlich und müssen besonders gut vor Sonnenlicht geschützt werden. Der Grund: Die Pigmentierung, und damit der natürliche Eigenschutz der Augen, entwickelt sich genau wie bei der Haut und den Haaren erst mit zunehmendem Alter. Je jünger, desto heller sind die Augenlinsen der Kinder. Außerdem haben sie größere Pupillen als Erwachsene, dadurch gelangt mehr UV-Strahlung ins Auge und kann die Netzhaut schädigen.

Pralle Sonne meiden

Für die Sonnenbrille der Kinder gelten natürlich dieselben Qualitätskriterien wie für die der Erwachsenen. Wenn ein Dreijähriger allerdings partout keine Brille tragen möchte, kann es schon mal schwierig werden. Meiden Sie deshalb allgemein mit Babys und kleinen Kindern die pralle Sonne. Lassen Sie Ihr Kind selbst die Sonnenbrille aussuchen und anprobieren, damit das Modell gern aufgesetzt wird. Neben Sonnenbrillen schützen auch Schirmmützen das Gesicht und die Augen vor UV-Strahlung.

 

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Was ist eigentlich ein Schlaganfall?

Mit knapp 270.000 Erkrankungen pro Jahr in Deutschland ist der Schlaganfall der häufigste Grund für eine Behinderung im Erwachsenenalter und die dritthäufigste Todesursache. Prof. Dr. Götz Thomalla, Direktor der Klinik und Poliklinik für Neurologie am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE), über zentrale Warnsignale und Therapien.

Herr Professor Thomalla, was passiert bei einem Schlaganfall?

Prof. Dr. Götz Thomalla: Bei der Mehrzahl der Schlaganfälle liegt ein ischämischer Schlaganfall oder Hirninfarkt vor. Dabei kommt es zu Durchblutungsstörungen aufgrund des Verschlusses einer Arterie im Gehirn. Dieses Blutgerinnsel führt dazu, dass Teile des Gehirns nicht mehr mit Sauerstoff versorgt werden können. Je länger der Gefäßverschluss andauert, desto mehr Nervengewebe wird unterversorgt und stirbt ab; eine Therapie sollte deshalb so früh wie möglich beginnen.

Welche Anzeichen für einen Schlaganfall gibt es?

Typische Symptome bei einem akuten Schlaganfall sind plötzlich auftretende Lähmungen oder Taubheitsgefühle sowie Probleme beim Sprechen oder Sehstörungen. Dabei ist oftmals nur eine Körperseite betroffen. Stellen Sie bei einer Person entsprechende Anzeichen fest, können Sie den sogenannten FAST-Test anwenden: Bitten Sie die Person, zu lächeln (Face), die Arme nach vorne zu strecken und dabei die Handflächen nach oben zu drehen (Arms) und einen einfachen Satz nachzusprechen (Speech). Ist die Person zu einer dieser Tätigkeiten nicht oder nur unzureichend in der Lage, wählen Sie schnellstmöglich den Notruf über die 112 (Time).

Wie wird ein Schlaganfall behandelt?

Grundsätzlich sollte ein Schlaganfall immer in einer Klinik mit einer spezialisierten Schlaganfallstation, der so genannten Stroke Unit, behandelt werden. Zum Einsatz kommen medikamentöse und kathetergestützte Methoden zur Wiedereröffnung der verschlossenen Arterie. Ein Therapieverfahren stellt beispielsweise die endovaskuläre Thrombektomie dar. Dabei schieben Ärzte unter Röntgenkontrolle von der Leiste aus einen Katheter in die Arterien des Gehirns vor, um anschließend das für den Schlaganfall verantwortliche Blutgerinnsel zu entfernen.

Das kann man tun, um einen Rezidiv-Schlaganfall zu verhindern

Circa 25 Prozent der Schlaganfall-Patienten erleiden einen zweiten Schlaganfall nach dem ersten. Gegenüber der Online-Plattform pharma-fakten.de äußerte sich Dr. Christopher Schwarzbach, Oberarzt der Neurologischen Klinik am Klinikum Ludwigshafen, zu der Frage, was man tun kann, um einen Rezidiv-Schlaganfall zweiten Schlaganfall zu verhindern: „Die wichtigste Maßnahme besteht darin, verschriebene Medikamente tatsächlich regelmäßig einzunehmen. Das können zum Beispiel blutdrucksenkende Medikamente oder Statine sein. Natürlich sollten auch Blutdruck und Blutwerte regelmäßig kontrolliert werden.

Keine Zigaretten, weniger Fleisch und Alkohol

Bei Rauchern ist ein Rauchstopp extrem wichtig. Auch die Ernährung sollte umgestellt werden auf eine mediterrane Ernährung mit viel Obst, Gemüse und Seefisch – der Konsum von rotem und verarbeitetem Fleisch sollte dagegen eingeschränkt werden, ebenso der Alkoholkonsum. Wichtig ist auch körperliche Aktivität – sie sollte immer ein wesentlicher Bestandteil der Nachsorge sein.“

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Erhöhte Sonnenbrandgefahr durch manche Medikamente

Medikamente können die Haut empfindlicher gegenüber Sonnenlicht machen und zu unerwünschten Reaktionen führen. Es ist wichtig, sich der Risiken bewusst zu sein und entsprechende Vorsichtsmaßnahmen zu treffen. Hier sind einige der wichtigsten Substanzen, die eine Fotosensibilisierung verursachen können:

  • ANTIBIOTIKA: Bestimmte Antibiotika wie Tetrazykline, Cotrimoxazol und Chinolone wie Ciprofloxacin können die Haut empfindlicher gegenüber UV-Strahlen machen.
  • DIABETES-MEDIKAMENTE: Sulfonylharnstoffe, die zur Behandlung von Diabetes eingesetzt werden, können ebenfalls eine Fotosensibilisierung verursachen.
  • ENTWÄSSERUNGSTABLETTEN: Medikamente wie Hydrochlorothiazid (HCT) und Furosemid, die zur Entwässerung des Körpers verwendet werden, können die Hautempfindlichkeit und sogar das Hautkrebsrisiko erhöhen.
  • HERZ-KREISLAUFMITTEL: Bestimmte Medikamente zur Behandlung von Herz-Kreislauf- Erkrankungen wie Amiodaron, Chinidin, ACE-Hemmer wie Ramipril Praxistipps können eine Fotosensibilisierung verursachen.
  • HORMONE: Hormonelle Medikamente wie die Anti-Baby-Pille, Cortison, Östrogen und Spironolacton können die Haut empfindlicher gegenüber Sonnenlicht machen.
  • KREBSMEDIKAMENTE: Einige Krebsmedikamente, insbesondere monoklonale Antikörper, können zu einer erhöhten Sonnenempfindlichkeit führen.
  • PFLANZLICHE SUBSTANZEN: Bestimmte pflanzliche Präparate wie Johanniskraut, Arnika, Baldrian und ätherische Öle wie Zitronell-Öl machen die Haut sonnenempfindlich.
  • PSYCHOPHARMAKA: Achtung in der Sonne bei Medikamenten zur Behandlung von psychischen Erkrankungen wie Amitriptylin und Chlorpromazin.
  • SCHMERZMITTEL: Einige Schmerzmittel wie Diclofenac, Naproxen und Ibuprofen, auch in äußerlicher Form, erhöhen die Sonnenbrandgefahr.

Wenn Sie Anzeichen einer Fotosensibilisierung bemerken, suchen Sie sofort einen Arzt auf. Als Sofortmaßnahmen können kühlende Umschläge oder Gele mit Antihistaminika oder Cortison helfen. Beachten Sie, dass der Hautschaden durch Medikamente schwerwiegender sein kann als ein gewöhnlicher Sonnenbrand und länger anhalten kann, möglicherweise bis zu drei Tage. Es ist daher wichtig, rechtzeitig zu handeln und vorzubeugen.

So schützen Sie Ihre Haut vor der Fotosensibilisierung

  • AUSWEICHEN: Vermeiden Sie Sonnenlicht, insbesondere in den Mittagsstunden zwischen 11 und 15 Uhr. Nehmen Sie Ihre Medikamente nach Rücksprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker möglicherweise abends ein oder reduzieren Sie die Dosis nach Absprache.
  • BEDECKEN: Tragen Sie sonnenundurchlässige Kleidung, einen breitkrempigen Sonnenhut und eine Sonnenbrille, um Ihre Haut vor direkter Sonneneinstrahlung zu schützen.
  • CREMEN: Verwenden Sie einen Sonnenschutz mit hohem Lichtschutzfaktor und tragen Sie ihn großzügig auf Ihre Haut auf, bevor Sie sich der Sonne aussetzen.

 

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