Hausapotheke

Erste Hilfe in den eigenen vier Wänden

Starke Kopfschmerzen oder eine Schnittwunde ereilen einen selten, wenn man gerade in einer Apotheke steht. Sehr gerne treten unangenehme Leiden dagegen am Sonntagabend oder mitten in der Nacht auf. Um für eine optimale Erstversorgung, auch bei schwereren Verletzungen, sofort das richtige Mittel zur Hand zu haben, lohnt es sich, eine strukturierte Hausapotheke anzulegen. Wir sagen Ihnen, was dazu gehört:

Hausapotheke | allgemein

  • Mittel gegen Schmerzen und Fieber (wenn in Ihrem Haushalt Kinder wohnen, auch ein entsprechendes Präparat)
  • Ein Kombi-Medikament zur Linderung von grippalen Infekten
  • Halstabletten Nasenspray, eventuell auch Nasendusche
  • Medikamente gegen Durchfall und Verstopfung
  • Salbe für Brandverletzungen
  • Gel für Sport- oder Alltagsverletzungen
  • Bei Bedarf Medikamente gegen häufige Beschwerden wie Sodbrennen, Lippenherpes oder Migräne

Hausapotheke | Wund-Versorgung

  • Wunddesinfektionsmittel
  • Pflaster für kleinere Verletzungen
  • Sterile Kompressen zum Abdecken von Wunden
  • Mullbinden verschiedener Breite
  • Verbandwatte zum Auspolstern von Verbänden
  • Dreiecktuch, das als Armschlinge benutzt wird
  • Verbandschere

Hausapotheke | weitere nützliche Hilfsmittel

  • Fieberthermometer
  • Splitterpinzette
  • Zeckenzange
  • Einmalhandschuhe
  • Kühlkompressen
  • Erste-Hilfe-Anleitung (gibt es zum Ausdrucken
  • auf diversen Internetseiten)
  • Eine Liste mit Notfallnummern wie 112, der Giftnotrufzentrale und des ärztlichen und zahnärztlichen Bereitschaftsdienstes sowie des Apothekennotdienstes

Der perfekte Platz für die Hausapotheke

Viele Leute haben ihr Medikamenten-Schränkchen im Bad stehen – was allerdings sehr ungünstig ist. Denn die dort erhöhte Luftfeuchtigkeit und die hohen Temperaturen vertragen viele Medikamente nicht und führen zu einer Beeinträchtigung ihrer Wirkung. Optimal ist die Aufbewahrung in einem kühlen, trockenen und nicht zu hellen Zimmer wie Schlafzimmer oder Abstellkammer.

Auf jeden Fall sollte die Hausapotheke so aufbewahrt werden, dass Kinder nicht selbständig herankommen – werden Pillen mit Bonbons verwechselt oder wird mit einer spitzen Pinzette vielleicht Augenarzt gespielt, kann das schlimme Folgen haben.

Ideal platziert ist die Hausapotheke in einem Schränkchen, das sich abschließen lässt. Verschreibungspflichtige Arzneien wie zum Beispiel Blutdruckmittel oder Opiate sollten wegen einer möglichen Verwechslungsgefahr nicht in der allgemeinen Hausapotheke gelagert werden. Und: Ist die Krankheit überstanden und die Therapie beendet, sollten Reste im Hausmüll entsorgt werden.

Homöopathie in der Hausapotheke

Wer auf Homöopathie vertraut, der ist mit folgenden Mitteln gut ausgerüstet:

✘ Apis Mellifi ca D12 für Insektenstiche, Hals-, Ohren- und Gelenkentzündung (rot, heiß oder dick)

✘ Arnica D12 für Quetschung, Prellung, Verrenkung und Hämatome

✘ Calendula D12 Schürf- und Risswunden sowie Verbrennungen

✘ Cantharis D12 für Verbrennung und Blasen

✘ Cocculus D12 für Reiseübelkeit, Schlafstörung, Schwindel

✘ Gelsemium D12 für Schmerzen wie Spannungskopfweh und Grippe

✘ Ledum D12 für Stichverletzungen, Tierbisse und Juckreiz

✘ Okoubaka D3 für Durchfall und Lebensmittelunverträglichkeit

✘ Rhus toxicodendron D12 für Muskelkater und körperliche Überanstrengung

Tipp: Gerne berät Sie auch Ihr Apotheker oder Ihre Apothekerin bei der optimalen Zusammenstellung Ihrer Hausapotheke.

 

Bildquelle: ©Elena Pimukova/stock.adobe.com

Was hilft gegen Kopfschmerzen?

Viele Menschen leiden unter Kopfschmerzen. Dabei sind Kopfschmerzen nicht gleich Kopfschmerzen! Es gibt über 250 verschiedene Kopfschmerzarten. Der Spannungskopfschmerz und die Migräne stellen aber mit 90 Prozent den größten Anteil dar. Kopfschmerzen können meist selbst behandelt werden. Treten diese aber regelmäßig auf oder nimmt deren Häufigkeit zu, müssen Sie ärztlichen Rat suchen. Bei besonders heftigen Kopfschmerzen, begleitet von Nackensteifigkeit, hohem Fieber, neurologischen Störungen oder Bewusstseinstrübungen, müssen Sie SOFORT ins Krankenhaus. Weitere Tipps, was gegen Kopfschmerzen hilft, gibt unsere Expertin Christa Figur. Sie ist PTA in der Hubertus Apotheke Hofgeismar.

Kopfschmerzen können äußerst quälend sein, daher möchten Betroffene sie so schnell wie möglich loswerden. Die meisten greifen zur Tablette, doch welches von den vielen Präparaten hilft und ist dennoch gut verträglich? Fachliche Hilfe dazu bekommen sie in Ihrer Arztpraxis oder in Ihrer Apotheke. Bei der Wahl des Präparates müssen das Alter, Grunderkrankungen, Allergien und eine Schwangerschaft mit bedacht werden.

Die Klassiker gegen Kopfschmerzen sind die Wirkstoffe Acetylsalicylsäure (ASS), Ibuprofen und Paracetamol. Diese Wirkstoffe gibt es auch mit Koffein kombiniert, dadurch wird die schmerzstillende Wirkung verstärkt und der Wirkungseintritt erfolgt schneller. Tabletten immer mit einem Glas Wasser (150 ml) einnehmen, damit sie sich nicht schon in der Speiseröhre auflösen und dort zu Reizungen führen.

Wichtig ist, sich an die Dosierungsempfehlung zu halten, damit es nicht zu einer Überdosierung kommt. Kopfschmerztabletten dürfen nicht länger als drei Tage am Stück und nicht häufiger als zehnmal im Monat eingenommen werden. Beachtet man diese Regel nicht, kann es zu einem durch Kopfschmerzmittel induzierten Kopfschmerz kommen.

Für die Akutbehandlung von mittelstarken bis starken Migräneanfällen mit oder ohne Aura können auch sogenannte Triptane eingesetzt werden. Sie sind eine Option zu den klassischen Schmerzmitteln, wenn diese nicht oder nicht ausreichend wirken. Sie dürfen nur dann eingenommen werden, wenn die Migräne ärztlicherseits diagnostiziert wurde.

Bei stressbedingten Kopfschmerzen geht es oft auch ohne Arzneimittel. Frische Luft, eine Tasse Tee in Ruhe trinken, die Gedanken ziehen lassen, an was Schönes denken und bewusst tief ein- und ausatmen, hilft bei der Entspannung. Auch ein bis zwei Tropfen kühlendes Pfefferminzöl auf der Stirn- und Nackenregion einmassiert, bewirken eine Linderung. Bei Nackenverspannungen mit Kopfschmerzen helfen warme Kompressen gut. Entspannungsübungen wie Progressive Muskelentspannung, Tai-Chi oder Yoga können zur Vorbeugung, aber auch bei akuten Kopfschmerzen sehr hilfreich sein. Eine Tasse Espresso mit Zitrone kann bei gefäßbedingten Kopfschmerzen helfen, die Wirkung ist aber stark abhängig vom Koffeingehalt des Kaffees. Genügend trinken und regelmäßige Mahlzeiten einhalten, verringern die Anfälligkeit für Kopfschmerzen. Kopfschmerztagebücher helfen, den Ursachen auf die Spur zu kommen.

Bildquelle: ©ST.art/stock.adobe.com

Fünf tolle Heilkräuter für jeden Haushalt

„Gegen jedes Leiden ist ein Kraut gewachsen“, sagte angeblich Hildegard von Bingen. Mit einem Vorrat an Kräutern können Sie sich Ihre eigene, pflanzenheilkundliche Hausapotheke zusammenstellen. Kräuter von geprüfter Qualität sowie deren verarbeitet Produkte wie Tinkturen, Kapseln oder Öle bekommen Sie in Ihrer Apotheke.

 

Lavendel – der lilafarbene Liebling

Der Gartenliebling betört nicht nur mit seinem unverwechselbaren Duft. Lavendel kann vor allem Schlafstörungen, Angstzustände, Nervosität und Menstruationsbeschwerden lindern.

 

Darreichungsformen

ätherisches Öl, Tee, als Wickel oder Tinktur

 

Rezept „Beruhigende Seelenschmeichler-Milch“

Einen Becher Milch mit einem Esslöffel getrockneten Lavendelblüten erwärmen, aber nicht aufkochen. Zugedeckt zehn Minuten ziehen lassen. Dann die Milch abseihen und mit Honig gesüßt genießen.

 

Brennnessel – gar kein Unkraut

Auch wenn niemand sie gern an seine Haut lässt, überwiegen die gesundheitlichen Vorzüge der Pflanze bei Weitem das namensgebende Brennen. Vor allem bei Harnwegserkrankungen und rheumatischen Beschwerden, Arthrose und Arthritis kann die Brennnessel Linderung verschaffen und außerdem den Haarwuchs fördern. Durch ihren hohen Gehalt an Eisen, Vitamin C und vielen Mineralstoffen ist Brennnessel auch als Stärkungsmittel beliebt.

 

Darreichungsformen

Tee, Kapseln, Dragees, Blätter

 

Rezept

Getrocknete oder frische Blätter mit kochendem Wasser übergießen, abgedeckt zehn bis 15 Minuten ziehen lassen und kalt oder warm trinken. Oder frische Blätter als Zutat im Smoothie.

 

Ingwer – Fitmacher aus dem Erdreich

Ingwer (es wird die Wurzel verwendet) gilt als eine der ältesten medizinisch genutzten Pflanzen überhaupt. Sie wurde bereits 2.800 vor Christus als Medikament erwähnt. Bis heute wird Ingwer gern als Mittel gegen Übelkeit und bei Erkältungen genutzt und ist mittlerweile in jedem Supermarkt zu finden. Auch als Gewürz sehr beliebt.

 

Darreichungsformen

frisch, Tee, Pulver, Kapseln

 

Rezept

Ein fingerdickes Stück Ingwer schälen und in Scheiben geschnitten mit einem Liter kochendem Wasser übergießen und zehn Minuten ziehen lassen. Heiß oder kalt genießen.

 

Pfefferminze – die vielseitige Heilerin

Ob Kopfweh, Erkältung, Blähungen oder Magen-Darmkrämpfe – die grüne Pflanze mit den intensiv duftenden Blättern wirkt heilsam bei vielen Beschwerden. Praktisch: Sie lässt sich sowohl in jedem Garten als auch im Topf auf der Fensterbank halten.

 

Darreichungsform

Tee, Öl, Kapseln, Blätter

 

Johanniskraut – der Sonnenschein fürs Gemüt

Herbst und Winter können sich negativ auf die Stimmung auswirken. Viele Menschen leiden in der dunklen Jahreszeit vermehrt unter depressiven Verstimmungen, dadurch bedingten Schlafstörungen oder Antriebslosigkeit. Johanniskraut wirkt ähnlich wie Antidepressiva und hilft, prämenstruelle Stimmungsschwankungen auszugleichen.

 

Darreichungsformen

Tee, Öl, Kapseln, Kraut

 

Bildquelle: ©chamillew/stock.adobe.com

Parodontose verhindern

Bestimmt haben Sie schon einmal von Parodontose gehört – sei es aus der Zahnpasta-Werbung oder von Ihrem Zahnarzt. Aber wissen Sie auch, was damit gemeint ist? Wenn nicht, sind Sie in bester Gesellschaft – so geht es vielen. Lassen Sie uns den Tag der Zahngesundheit im September zum Anlass nehmen, um über die Krankheit zu sprechen.

 

Was ist Parodontitis?

Die Parodontitis ist eine ansteckende Infektionskrankheit, die zu einer chronischen Entzündung des Zahnhalteapparates führt. Sie wird von Bakterien verursacht, die bei Erwachsenen ganz natürlich in der Mundhöhle vorkommen. Die Parodontitis entwickelt sich meist schleichend, schmerzlos und unbemerkt.

 

Parodontitis (so heißt die Parodontose korrekt in der Fachsprache) ist eine Volkskrankheit:

Laut aktueller Mundgesundheitsstudie des Instituts Deutscher Zahnärzte sind ab einem Alter von 35 Jahren rund 52 Prozent der Deutschen davon betroffen. Die Erkrankungshäufigkeit steigt mit zunehmendem Alter stark an.

 

Welche Folgen drohen?

Durch den anhaltenden Entzündungsprozess in der Mundhöhle verliert das Zahnfleisch seine Festigkeit und die Zahnwurzel sowie der Kieferknochen werden irreparabel beschädigt bzw. abgebaut. Das bewirkt eine erhöhte Beweglichkeit der Zähne bis hin zum Zahnverlust.

 

Die Entzündung beschränkt sich jedoch oft nicht nur auf den Mund. Wenn Bakterien und Entzündungsstoffe aus dem Mundraum in den Blutkreislauf gelangen, kann das auch Probleme in anderen Regionen des Körpers auslösen. Dr. Wolfgang Koch aus Herne weiß, dass Patienten, die eine Parodontitis haben, etwa vier- bis fünfmal häufiger einen Herzinfarkt bekommen. Medizinische Studien zeigen, dass die Parodontitis auch in Wechselwirkung mit beispielsweise Diabetes, Rheuma, chronischen Atemwegserkrankungen und Schlaganfall steht.

 

Wie macht sich die Krankheit bemerkbar?

Der Bundeszahnärztekammer zufolge zählt Zahnfleischbluten zu den typischen Symptomen einer Parodontitis, ebenso wie unangenehmer Mundgeruch oder Schwellungen und Rötungen des Zahnfleisches. Manchmal bemerkt man beim Saugen am Zahnfleisch auch einen schlechten Geschmack.

 

Was tun bei Parodontitis?

Wenn Sie den Verdacht auf eine Parodontitis haben, heißt es: Nichts wie ab zum Zahnarzt oder zur Zahnärztin! Glücklicherweise wird eine Parodontitis-Behandlung nach neuestem wissenschaftlichem Stand von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt. Wichtig: Die Krankheit lässt sich nur behandeln, wenn Patient und Arzt gemeinsam an einem Strang ziehen.

 

Prävention ist besser als Behandlung

Mit einer guten Mundhygiene lässt sich einer Parodontitis vorbeugen. Zweimal am Tag Zähneputzen und die Zwischenräume mit Zahnseide oder Zwischenraumbürstchen reinigen sind Pflicht. Alles, was Sie dazu benötigen, sowie eine fachgerechte Beratung erhalten Sie selbstverständlich in Ihrer Guten Tag Apotheke. Nehmen Sie außerdem unbedingt ihre halbjährlichen Kontrolltermine beim Zahnarzt wahr und lassen Sie Ihre Zähne dort regelmäßig professionell reinigen.

 

Bildquelle: ©ArtFamily/stock.adobe.com

Alzheimer vorbeugen

In Deutschland leben Schätzungen zufolge etwa eine Million Menschen mit Morbus Alzheimer. Und auch wenn die häufigste Form der Demenz bislang nicht heilbar ist, lässt sich das Erkrankungsrisiko doch nachweislich senken. Diese fünf Tipps der gemeinnützige Alzheimer Forschung Initiative e.V. (AFI) helfen beim gesunden Altern.

 

Gestalten Sie Ihren Alltag aktiv

Was gut für den Körper ist, ist auch gut für den Kopf. Mit Bewegung steigern Sie nicht nur Ihre körperliche Fitness, sondern halten auch Ihre grauen Zellen gesund. Das Gehirn wird besser durchblutet, die Nervenzellen werden gestärkt und es können sich sogar neue Nervenzellen bilden. Mindestens zwanzig Minuten pro Tag sollten Sie Ihren Kreislauf durch körperliche Aktivität in Schwung bringen. Dabei geht es nicht um Höchstleistungen, sondern darum, mit Freude in Bewegung zu bleiben. Erlaubt ist, was gefällt: Spazieren gehen, schwimmen, tanzen, radeln. Lassen Sie, so oft es geht, das Auto stehen und nehmen Sie nach Möglichkeit die Treppe anstelle des Lifts.

 

Halten Sie sich geistig auf Trab

Wer rastet, der rostet – das gilt auch für Ihre grauen Zellen. Wer sich regelmäßig geistig fordert und neugierig bleibt, hat ein geringeres Risiko, an Alzheimer zu erkranken. Sich mit Freunden zum Skatspielen treffen, dem Enkelchen Socken stricken oder aktiv im Chor mitwirken macht nicht nur Spaß, sondern trainiert gleichzeitig Ihre geistige Fitness. Vielleicht mögen Sie auch eine neue Sprache lernen, Kreuzworträtsel lösen oder ein Instrument üben? Ihr Gehirn wird es Ihnen danken!

 

Ernähren Sie sich bewusst

Es gibt leider kein Patentrezept, mit dem Sie Ihr Alzheimer-Risiko einfach wegessen können. Allerdings erkranken Menschen, die sich bewusst ernähren, nachweislich seltener an Alzheimer. Eine mediterrane Ernährung versorgt das Gehirn mit wichtigen Nährstoffen und stärkt seine Abwehrbereitschaft. Setzen Sie viel Obst und Gemüse, Olivenöl und Nüsse, dafür wenig rotes Fleisch und reichlich Fisch auf Ihren Speiseplan. Fetter Seefisch (z.B. Lachs, Hering, Makrele) enthält viele langkettige Omega-3-Fettsäuren, welche entscheidend an der Signalübertragung im Gehirn beteiligt sind. Sie mögen keinen Fisch? Kein Problem: In Ihrer Guten Tag Apotheke erhalten Sie hochwertige Nahrungsergänzungsmittel mit Omega-3-Fettsäuren samt passender Beratung. Außerdem wichtig: Viel trinken – zwei bis drei Liter Wasser, Saftschorle, Tee und auch ein Tässchen Kaffee dürfen es täglich schon sein.

 

Bleiben Sie gesellig

Wer viel allein ist, hat ein doppelt so großes Alzheimer-Risiko wie jemand mit viel sozialem Austausch. Bleiben Sie mit der Familie in Kontakt, treffen Sie sich regelmäßig mit Freunden und Bekannten und bleiben Sie offen für neue Begegnungen. In vielen Städten und Gemeinden gibt es Seniorentreff s mit tollen Bastel-, Sport- und Ausflugsangeboten.

 

Statten Sie Ihrem Arzt mal wieder einen Besuch ab

Kümmern Sie sich gut um sich und lassen Sie sich regelmäßig von Ihrem Hausarzt oder Ihrer Hausärztin untersuchen. Wenn Blutdruck-, Blutzucker- und Cholesterinwerte stimmen bzw. gut eingestellt sind, freuen sich auch Ihre graue Zellen.

Bildquelle: ©Alessandro Biascioli/stock.adobe.com

Baden im See – aber sicher

Sommer, Sonne, Badesee – wie herrlich. Allerdings: „Flüsse und Seen sind nach wie vor die größten Gefahrenquellen. Nur vergleichsweise wenige Gewässerstellen werden von Rettungsschwimmern bewacht. Das Risiko, dort zu ertrinken, ist deshalb um ein Vielfaches höher als an Küsten oder in Schwimmbädern“, beschrieb der inzwischen ehemalige DLRG-Präsident Achim Haag die Gefahrenlage einst.

 

Besonders vom Ertrinken betroffen sind Kinder und junge Menschen. 23 Kinder im Vorschul- und Grundschulalter kamen 2020 im Wasser ums Leben. Daher appelliert der DLRG dringend an die Eltern und Aufsichtspersonen, ihre Kinder stets im Auge zu behalten, wenn diese im Wasser sind. Und natürlich dürfen sich Kinder, die noch nicht sicher schwimmen können, nur im seichten Wasser aufhalten, wo sie noch stehen können.

 

Wann gilt man als sicherer Schwimmer?

Als sicheren Schwimmer bezeichnet die DLRG jemanden, der die Disziplinen des Jugendschwimmabzeichens in Bronze (Freischwimmer) erfüllt, also mindestens 15 Minuten schwimmen kann, ohne sich zwischendurch am Beckenrand festzuhalten. Das Seepferdchen, also die Bescheinigung darüber, dass sich das Kind auf einer Stecke von 25 Metern über Wasser halten kann, reicht nicht aus.

Aufgrund der Corona-Situation fanden in den vergangenen Schuljahren keine oder kaum Schwimmlernkurse stattfanden. Dadurch haben viele Kinder nicht richtig schwimmen gelernt. Deshalb ist es umso wichtiger, dass die Eltern oder Aufsichtspersonen ihre am und im Wasser spielenden und plantschenden Kinder permanent unter Beobachtung haben. Und dass sie jederzeit eingreifen können, falls dies erforderlich ist. Schwimmflügel und Schwimmwesten für die lieben Kleinen erhöhen die Sicherheit.

 

Alkohol und/oder Selbstüberschätzung mit Folgen

Bei den Jugendlichen und Erwachsenen, die im Wasser umkommen, ist häufig Alkohol, Übermut oder Selbstüberschätzung im Spiel, oft auch alles zusammen. Wenn die Wette lautet „Wer schafft es bis zum anderen Ufer und zurück?“, kommt es leider allzu oft vor, dass den Schwimmern mitten im See die Kräfte ausgehen und dann auch niemand in der Nähe ist, der helfen kann.

 

Trendsport: Stand-up-Paddling (SUP)

Wachsender Beliebtheit an den Badeseen erfreut sich das Stand-up-Paddling (SUP). Hierbei steht, kniet oder sitzt man auf dem SUP-Board und sorgt mit einem Paddel für Fortbewegung. Dabei kommt man sehr schnell in tiefes Gewässer. Wer dann ins Wasser fällt, muss nicht einmal ein schlechter Schwimmer sein, um sich in Gefahr zu bringen. Denn der plötzliche Temperaturunterschied von der Hitze im Sonnenschein und dem kalten Wasser kann den Kreislauf stark belasten und sogar einen Herzstillstand hervorrufen.

 

Für Nichtschwimmer ist die Gefahr natürlich noch viel größer, wenn sie in der Mitte des Sees vom Board fallen. Organisationen wie die DLRG warnen daher dringend davor, ohne Schwimmweste aufs Board zu gehen. Das gilt nicht nur für Kinder, sondern auch für Erwachsene.

 

Eine gute Übersicht, worauf sie beim Kauf einer guten Schwimmweste achten sollten, finden Sie auf der Internetseite www.stand-up-paddling.org/supschwimmwesten.

 

Was Sie immer dabei haben sollten

Für ein unbeschwertes Badevergnügen am See sollte man immer ein paar Dinge im Gepäck haben: Das wichtigste im Sommer ist natürlich die geeignete Sonnencreme, die Sie großzügig auf Ihrer Haut und der Ihrer Kinder verreiben sollten. Denken Sie daran, die Sonncreme nach dem Aufenthalt im Wasser erneut aufzutragen. Zum Schutz vor den Sonnenstrahlen ist es zudem sinnvoll, eine Kappe zu tragen, auch ein T-Shirt schützt vor aggressiven UV-Strahlen.

 

Gut ist zudem, wasserfestes Pflaster im Gepäck zu haben für den Fall, dass Sie oder Ihr Kind sich an einem spitzen Stein oder einer Scherbe verletzen. Auch ein kleines Fläschchen zur Wunddesinfektion ist sinnvoll. Lassen Sie sich dazu in Ihrer Guten Tag Apotheke beraten.

 

Und noch ein letzter Tipp: Um die Füße vor den oft spitzen Steinen am Ufer und im seichten Wasser zu schützen, eignen sich sogenannte Wasser- oder Aquaschuhe. Diese sind auch bei heißem Sand, dessen Temperatur manchmal 40 Grad Celsius erreicht, sehr nützlich.

 

Die Baderegeln der DLRG

  • Gehe nur zum Baden, wenn du dich wohl fühlst
  • Kühle dich ab und dusche, bevor du ins Wasser gehst
  • Gehe als Nichtschwimmer nur bis zum Bauch ins Wasser
  • Überschätze dich und deine Kraft nicht
  • Bei Gewitter ist Baden lebensgefährlich. Verlasse das Wasser sofort und suche ein festes Gebäude auf
  • Aufblasbare Schwimmhilfen bieten dir keine Sicherheit im Wasser
  • Gehe niemals mit vollem oder ganz leerem Magen ins Wasser
  • Rufe nie um Hilfe, wenn du nicht wirklich in Gefahr bist, aber hilf anderen, wenn sie Hilfe brauchen
  • Bade nicht dort, wo Schiffe und Boote fahren. Halte das Wasser und seine Umgebung sauber, wirf Abfälle in den Mülleimer
  • Springe nur ins Wasser, wenn es frei und tief genug ist

 

Bildquelle: ©JohanSebastian/stock.adobe.com

Rohkost und Sommersalate für kühlen Genuss

Rohkost und Sommersalate für kühlen Genuss

 

Ab in die Schüssel heißt es jetzt für Blumenkohl, Brokkoli, Stangensellerie, Radieschen und Möhre. Denn Salat-Bowls voll gesunder Leckereien für hitzige Tage gehören definitiv zu den leckersten Trends des Sommers. Entdecken Sie jetzt den kulinarischen Alleskönner.

 

Bowls gehören zu den beliebtesten Food-Trends in Deutschland. Die Gründe dafür sind sicher vielfältig, der wichtigste aber ist: Sie sind so herrlich unkompliziert! Eine umfangreiche, gesunde Mahlzeit, bestehend aus den unterschiedlichsten Zutaten, wird in einer einzigen Schale serviert – ob als schneller Lunch oder als kreative Dinner-Variante. Der Fantasie sind bei der Umsetzung keine Grenzen gesetzt und auch was in die Schüssel kommt, liegt ganz im Ermessen der Entdecker neuer Geschmacksdimensionen. Von fruchtig bis herzhaft ist alles willkommen, was gesund ist, schmeckt und Abwechslung in den Ernährungsplan bringt.

 

Leichte Sommerküche

 

Bei brütender Hitze geht beispielsweise nichts über eine kühle, knackige Rohkost-Bowl. Sie sorgt an den hitzigen Tagen für leichten Genuss und den extra Schub an Energie, denn ungekochtes Obst und Gemüse enthält besonders viele Nährstoffe! Es trifft sich also ganz hervorragend, dass gerade jetzt die Auswahl an saisonalem Obst und Gemüse riesengroß ist! Die verschiedensten Salate, Radieschen, Tomaten, Gurken, Kohlrabi, Möhren und Sellerie, um nur einige zu nennen. Kurz: Die Palette an kreativen Zubereitungsmöglichkeiten ist derzeit ebenso groß und bunt wie das Spektrum an saisonal verfügbaren Salaten und Gemüsearten. Das erlaubt viel Neues und macht experimentierfreudig!

 

Rezept: Sommer-Bowl

 

Zutaten für 2 Personen

  • 100 g Blumenkohl
  • 100 g Brokkoli
  • 3 Möhren
  • 8 Radieschen
  • 1 Stangensellerie
  • 1 daumengroßes Stück Ingwer
  • 2 TL Zitronensaft
  • 1 EL Sojasauce
  • 1½ EL Sesamöl
  • 1 Stängel Minze
  • 1 TL schwarze Sesam

 

Zubereitung

  1. Gemüse waschen, putzen und von Blättern und Strunk befreien.
  2. Brokkoli und Blumenkohl in eine Schüssel raspeln.
  3. Möhren mit dem Sparschäler der Länge nach in feine Streifen hobeln.
  4. Radieschen und Sellerie in feine Scheiben schneiden.
  5. Brokkoli-Blumenkohl-Raspeln auf 2 Bowls verteilen und das restliche Gemüse darauf geben.
  6. Für das Dressing Ingwer schälen, fein reiben und mit Zitronensaft, Sojasauce und Sesamöl vermengen.
  7. Das Dressing über die Salat-Bowl geben, mit Minze-Blättern und Sesam bestreuen und genießen.

 

Kulinarische Gaumenfreuden bereiten

 

Staudensellerie

Er ist mild, würzig-frisch und hat einen knolligen Verwandten – vor allem ist er aber der aufgehende Stern am Gemüsehimmel. Um kaum ein anderes Gemüse gibt es derzeit einen größeren Hype. In einschlägigen Foren, Promi- und Influencer-Kreisen wird das zu Saft verarbeitete Gemüseelixier seit kurzem als Allzweckwaffe gefeiert, die Haut und Körpergefühl verbessert und uns rundum fit und gesund macht. Doch für nicht wenige Menschen, gibt es auch noch andere Zubereitungsweisen, um das vielseitige Potential der grünen Stängel perfekt zur Geltung bringen. Dazu zählen Suppen, die legendäre Bolognese-Sauce, gratinierte oder auch gedünstete Stangen aber vor allem auch roher Staudensellerie, der sich perfekt zum Dippen, in Hummus, Quark, Salat oder Bowl eignet.

 

Einkauf & Lagerung

Im Sommer – zwischen Mai und Oktober – ist Staudensellerie aus heimischem Freilandanbau erhältlich. Davor und danach kommt er aus geschütztem Anbau. Ein Zeichen von Frische sind knackige, feste Stangen, die nicht zu biegsam und frei von Flecken und Verfärbungen sind. Die Farbe des Staudensellerie hat keinen Einfluss auf den Geschmack. Staudensellerie lässt sich problemlos im Gemüsefach des Kühlschranks lagern und hält dort bis zu zwei Wochen.

Tipp: Da das Gemüse im Kühlschrank nach und nach Wasser verliert, kann es sinnvoll sein, die Stauden in ein feuchtes Geschirrtuch zu wickeln. Das kompensiert den Wasserverlust.

 

Möhren

Man kennt sie auch als gelbe Rübe, Rüebli, Mohrrübe, Wurzel oder Karotte. Dank ihrer guten Lagerfähigkeit lassen sich Möhren das ganze Jahr über genießen. Am bekanntesten sind orangefarbene. Es gibt sie aber auch in Gelb und Weiß bis hin zu Rot und Violett. Von Mai bis in den Sommer gibt es die süßlichen, zarten Bundmöhren mit Blattwerk zu kaufen. Ab Spätsommer sind dann die sogenannten Waschmöhren erhältlich. Sie werden für den Verkauf gewaschen, das Blattgrün entfernt und sind so dann bestens lagerfähig. Kein Wunder also, dass das Allround-Talent auf Platz 2 der Top-10-Gemüse in Deutschland liegt – gleich hinter den Tomaten!

 

Einkauf & Lagerung

Eine frische Karotte erkennt man an ihrer intensiven Farbe und ihrer knackig-festen Konsistenz. Als Faustregel gilt: Im Gemüsefach des Kühlschranks bleiben Möhren bis zu einer Woche knackig frisch. Späte Sorten auch länger. Um Bundmöhren frisch zu halten, sollte man vor dem Aufbewahren die Blätter entfernen, da das Blattgrün der Wurzel sonst Feuchtigkeit entzieht und sie austrocknet.

 

Tipp: Einfrieren kann man das Gemüse auch. Dafür die Möhren ca. drei Minuten blanchieren und anschließend luftdicht verpacken.

 

Radieschen

Es gehört zur Rettich-Dynastie und ist ihr kleinster Vertreter. Radieschen sind ein idealer, kalorienarmer Snack – und weit mehr als eine Salat-Deko! Roh als würzende Gemüsebeilage machen sie Appetit auf etwas Salziges oder bilden einen reizvollen Kontrast zu Süßem. Der herrlich scharfe, manchmal von einer leichten Bitternote begleitete Geschmack kommt vom Senföl.

 

Einkauf & Lagerung

Erntefrische Radieschen erkennt man an ihren saftig grünen Blättern. Darüber hinaus sollten die würzigen Knollen fest und unversehrt sein – ohne Dellen, Druckstellen und Risse. Radieschen sollten schnell nach dem Einkauf verzehrt werden. Wer sie im Kühlschrank einige Tage aufbewahren möchte, sollte vorher die Blätter entfernen und sie in ein feuchtes Tuch einschlagen oder in eine Schüssel mit etwas Wasser legen. So bleiben sie schön knackig.

 

Darf’s auch ein bisschen Kohl sein?

Denn auch Kohl kann Salat! Trendige Salat-Bowls bestechen mit immer mehr Innovationsgeist und Kreativität. Und so findet auch immer öfter Kohlgemüse seinen Weg in die Salatschüssel. Allen voran die zwei beliebtesten Kohlköpfe: Blumenkohl und Brokkoli.

 

Blumenkohl

Er ist als echter Kosmopolit in allen Küchen der Welt zu Hause. Dank seiner enormen Wandlungsfähigkeit ist er ein Allrounder, der sich gebraten sogar als Fleischersatz und kleingehäckselt als Mehlersatz für Brot oder Pizzateig nutzen lässt. Dazu kommen sein überraschend vielseitiges Potenzial und viele Impulse aus fremden Küchen – beispielsweise der arabischen oder asiatischen. Aber auch als Protagonist in der „Raw Kitchen“ macht er sich hervorragend.

 

Brokkoli

Der grüne Verwandte des Blumenkohls ist ihm in puncto Nährstoffe sogar noch überlegen. Genau genommen ist er geradezu unverschämt gesund! Der äußerst schmackhafte, kulinarische Import aus Italien ist aber nicht nur vollgepackt mit gesunden Inhaltsstoffen, sondern hat auch eine denkwürdige Karriere hingelegt. Innerhalb von gerade einmal 20 Jahren hat er sich einen festen Platz auf den deutschen Feldern und in praktisch jedem deutschen Haushalt erobert. Im asiatischen Wokgemüse fühlt er sich ebenso zuhause wie in klassischen Cremesuppen, Eintöpfen, einer Minestrone, Quiche oder im Salat.

 

Einkauf & Lagerung

Wer Blumenkohl und Brokkoli kauft, sollte darauf achten, dass die Röschen fest und geschlossen sind. Auch bei den Blättern lohnt sich genaues Hinsehen. Sie müssen knackig-grün sein und beim Blumenkohl eng am Kopf anliegen. Bei Brokkoli kommt noch ein knackiger Stiel hinzu.

Blumenkohl und Brokkoli sollten möglichst rasch nach dem Einkauf verzehrt werden – dann schmeckt das Gemüse am besten. Wer die Kohlsorten länger aufbewahren möchte, verpackt sie idealerweise in Küchenpapier und lagert sie im Gemüsefach des Kühlschranks. Dort hält Brokkoli zwei Tage, Blumenkohl bis zu einer Woche.

 

Informationen und Rezept stammen von Deutschland – Mein Garten. Dort finden Sie auch alles zum Thema Obst und Gemüse aus Deutschland.

Bildquelle: ©BVEO/Ariane Bille

Cranberrys halten das Gedächtnis im Alter fit

Wenn Sie regelmäßig Cranberrys essen, verbessert das die Gehirnfunktion und Ihr Gedächtnis – und beugt damit Altersdemenz vor. Das konnten Ergebnisse eines Teams um den Ernährungswissenschaftler David Vauzour von der Medical School der University of East Anglia zeigen. Was macht die Cranberrys zu diesen Wunderfrüchten?

Cranberrys für ein gutes Gedächtnis – bessere Nährstoffversorgung

Für die Untersuchung haben Wissenschaftler 60 geistig fitte Menschen im Alter von 50 bis 80 Jahre einem Test unterzogen. 30 von ihnen nahmen täglich über zwölf Wochen hinweg neun Gramm Cranberry-Pulver zu sich – das ist die komprimierte Menge von einer Tasse voller Früchte. Die andere Hälfte der Teilnehmer haben Placebos verabreicht bekommen.

Die Gedächtnisleistung derer Teilnehmer, die Cranberry-Pulver zu sich nahmen, steigerte sich. Nach den zwölf Wochen zeigte sich, dass sich die Erinnerung an tägliche Ereignisse, die neuronale Funktion und die Blutabgabe an das Gehirn stark verbessert hatten. So sorgen Cranberrys für ein gutes Gedächtnis: Das Gehirn wurde effektiver mit essenziellen Nährstoffen (wie Glukose oder Sauerstoff) versorgt, was das Gedächtnis verbessert.

Cranberrys für ein gutes Gedächtnis und gegen Schlaganfälle und Infarkte

David Vauzour berichtet, dass: „Bei der Cranberry-Gruppe stellen wir auch eine signifikante Abnahme des LDL-Cholesterins fest, das zur Atherosklerose beiträgt – eine Verdickung oder Verhärtung der Arterien, die durch eine Ansammlung von Plaque in der inneren Auskleidung einer Arterie verursacht wird“. Diese Verdickung verursacht Durchblutungsstörungen, die zu einem Herzinfarkt oder Schlaganfall führen können. Durch den Verzehr von Cranberrys kann das Risiko rapide gesenkt werden.

Bei Demenz: Vorsorge statt Nachsorge

„An Demenz werden 2050 voraussichtlich über 150 Mio. Menschen leiden“, befürchtet Vauzour. Derzeit ist eine Heilung noch nicht möglich. Deswegen sei es umso wichtiger, dass: „wir modifizierbare Lebensstilinterventionen wie die Ernährung suchen, die dazu beitragen könnten, das Krankheitsrisiko und die Belastung zu verringern“, so der Ernährungswissenschaftler. Dass kognitive Fortschritte schon durch eine relativ kurze Cranberry-Kur nachgewiesen werden konnten, ist für das Team um den Wissenschaftler ein positives Zeichen.

Bildquelle: ©juliasudnitskaya/stock.adobe.com

Die Impfung – Schutz für sich selbst und andere

Impfungen gehören zu den bedeutendsten Errungenschaften der modernen Medizin.  Sie bieten Schutz vor gefährlichen Infektionskrankheiten – von den ersten Lebensjahren an bis ins hohe Alter. Lesen Sie hier, wann die wichtigsten Erst- und Auffrischimpfungen anstehen.

 Erfolge durch Impfung

Jahrhundertelang haben Pocken die Menschheit geplagt und unzählige Leben gefordert, bis sie 1980 von der Weltgesundheitsorganisation WHO offiziell für ausgerottet erklärt wurden. Möglich wurde dieser bahnbrechende Erfolg nur, weil genügend Menschen eine Impfung gegen den gefährlichen Erreger, das Variolavirus, erhalten hatten.

Pionierarbeit durch Impfung

Einen maßgeblichen Beitrag zur Entwicklung der weltweit ersten Schutzimpfung leistete der englische Landarzt Edward Jenner. Er beobachtete, dass Personen, denen er zuvor harmlose Kuhpocken verabreicht hatte, seltener an den „echten“ Pocken erkrankten.

Immunsystem ist vorbereitet

Nach dem sogenannten Prinzip der aktiven Immunisierung funktionieren auch die meisten der heute bekannten Impfstoffe: Sie konfrontieren das körpereigene Immunsystem mit bestimmten Merkmalen eines Virus oder Bakteriums und regen es so dazu an, Antikörper zu bilden. Diese Abwehrstoffe ermöglichen es dem Körper, sich gegen eine spätere Infektion mit dem entsprechenden Erreger zu wehren. Im Idealfall bricht die Krankheit so gar nicht erst aus oder nimmt zumindest einen milderen Verlauf.

Früh übt sich

In Deutschland gibt es ein unabhängiges Expertengremium, die Ständige Impfkommission (STIKO), das aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse zu Impfungen bewertet und darauf aufbauend Impfempfehlungen ausspricht. Diese finden Sie unten stehend. Demnach sollten Kinder bereits innerhalb ihres ersten Lebensjahres eine Grundimmunisierung gegen eine ganze Reihe von Infektionskrankheiten erhalten. Je nach Impfstoff sind bis zu drei Teilimpfungen nötig, bis ein ausreichender Schutz aufgebaut ist.

Wichtige Impfung für junge Menschen

Die Impfungen gegen Wundstarrkrampf (Tetanus), Diphtherie, Keuchhusten (Pertussis) und Kinderlähmung (Poliomyelitis) müssen außerdem zu späteren Zeitpunkten in der Kindheit oder Jugend aufgefrischt werden, um ihre Wirkung aufrechtzuerhalten. Eine der wichtigsten Impfungen für Jugendliche ist außerdem die gegen Humane Papillomviren (HPV). Sie wird für alle Mädchen und Jungen im Alter zwischen neun und 14 Jahren empfohlen. HPV zählen zu den häufigsten sexuell übertragbaren Erregern. Eine anhaltende Infektion mit den Hochrisiko-Typen HPV 16 und 18 kann Krebs beziehungsweise Krebsvorstufen im Genitalbereich, Mund oder Rachen hervorrufen.

Überprüfen Sie Ihren Impfstatus

Auch als Erwachsener sollte man mindestens alle zehn Jahre seinen Impfstatus überprüfen. Nach diesem Zeitraum steht nämlich jeweils eine erneute Auffrischungsimpfung gegen Tetanus und Diphtherie an. Beim ersten Mal wird sie in der Regel als Kombinationsimpfung verabreicht, die auch eine Keuchhustenkomponente enthält. Zudem sollten alle Erwachsenen, die nach 1970 geboren sind und nicht beziehungsweise nur einmal in ihrer Kindheit gegen Masern geimpft wurden, eine Masernimpfung erhalten. Nach dem Masernschutzgesetz gilt dies seit 2020 verpflichtend für alle Personen, die in Gemeinschaftseinrichtungen oder medizinischen Einrichtungen arbeiten.

Die wichtigsten Impfungen auf einen Blick

  • Rotaviren
  • Tetanus (Wundstarrkrampf)
  • Diphterie
  • Pertussis (Keuchhusten)
  • Hibb – H. influenzae Typ b
  • Poliomyelitis (Kinderlähmung)
  • Hepatitis B
  • Penumokokken
  • Meningokokken C
  • Masern
  • Mumps, Röteln
  • Varizellen
  • HPV – Humane Papillomviren
  • Herpes zoster (Gürtelrose)
  • Influenza

Wann, wer und wie oft jemand welche Impfungen erhalten sollte, entnehmen Sie bitte dem Impfkalender, der unter anderem auf der Internetseite des RKI veröffentlicht ist.

Bildquelle: ©Prostock-studio/stock.adobe.com

E-Zigarette als Einstieg in die Nikotinsucht

Die E-Zigarette wird gerne als gesündere und moderne Alternative zum Tabakrauch dargestellt. Mit vielfältigen Aromen und kratzfreiem Inhalieren kommt sie besonders bei jungen Menschen gut an. Und kann für sie den Einstieg in die Nikotinsucht bedeuten.

Zahl junger Raucher sinkt

Rauchen wird bei jungen Erwachsenen im Alter von 18 bis 25 Jahren immer unbeliebter. Während laut Bundesgesundheitsministerium im Jahr 2001 noch rund 44,5 Prozent von ihnen regelmäßig Zigaretten rauchten, waren es 2018 nur noch 24,8 Prozent – Tendenz sinkend. Zum Vergleich: In Deutschland konsumieren aktuell insgesamt 23,8 Prozent der Erwachsenen regelmäßig Tabak.

E-Zigarette immer beliebter

Nicht erfasst sind in dieser Statistik aber Verdampfer wie E-Zigaretten und E-Shishas. Und die werden bei jungen Menschen immer gefragter. Rund 17 Prozent der 16- bis 19-Jährigen haben sie laut der Deutschen Krebsgesellschaft bereits ausprobiert. Fast doppelt so viele wie 2016. Weltweit sind die sogenannten Verdampfer bei Jugendlichen verbreitet, wie eine aktuelle Studie der Australian National University zeigt.

Lebenslange Suchtprobleme

„Wir haben Studien aus verschiedenen Ländern ausgewertet. Junge Nichtraucher, die dampfen, fangen etwa dreimal so häufig mit dem Rauchen von Tabak an wie Nicht-Dampfer“, berichtet Emily Banks, Hauptautorin der Studie. Der damit verbundene Nikotin-Konsum könne bei Jugendlichen zu lebenslangen Suchtproblemen sowie zu Konzentrations- und Lernschwierigkeiten führen.

Schädlicher Dampf der E-Zigarette

Die E-Zigarette verdampft eine nikotinhaltige und aromatisierte Flüssigkeit – das sogenannte Liquid. Die Konsumenten atmen diesen Dampf ein. Mittlerweile gilt es als Konsens, dass er weniger schädlich ist als der Rauch von Zigaretten. Er enthält weniger Schadstoffe und löst seltener Atemwegserkrankungen wie COPD und chronische Bronchitis aus.

E-Zigarette beeinflusst Lunge, Herz und Hirn

Gefährlich ist der Dampf dennoch. Egal, ob das Liquid Nikotin enthält oder nicht. „Es gibt unter jungen Menschen den Mythos, dass es nur Wasserdampf sei“, sagt Emily Banks. Tatsächlich enthalte der Dampf aber hunderte Chemikalien, von denen einige „bekanntermaßen giftig“ seien. Langzeitstudien zu den Auswirkungen gibt es bisher nicht. Es wurden bei Dauerkonsumenten aber bereits Schäden an Lunge, Herz und Hirn beobachtet. Wissenschaftler vermuten auch ein erhöhtes Krebsrisiko.

Unterstützung beim Aufhören

Laut Bundesgesundheitsministerium ist Rauchen das größte vermeidbare Gesundheitsrisiko in Deutschland. Jedes Jahr sterben demnach mehr als 127.000 Deutsche an den Folgen des Tabakkonsums. Wenn Sie mit dem Rauchen aufhören wollen, lassen Sie sich in ihrer Apotheke beraten. Pflaster, Sprays und weitere Produkte können Sie aktiv bei der Entwöhnung unterstützen. Ganz nach Ihren persönlichen Bedürfnissen und Vorlieben.

Bildquelle: Andrey Popov/stock.adobe.com